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Conseils et informations utiles de Birsfelden
- Allgemein, Blog, Kaffeespezialitäten kaufen
Stellen Sie sich vor: Es ist Ostermorgen. Die Sonne scheint schräg durch das Fenster, draussen zwitschern die Vögel lauter als sonst. Auf dem Tisch liegt ein frisch gebackener Osterzopf, duftendes Ostergebäck wartet daneben, und in der Küche gurrt die Kaffeemaschine. Dieser Moment, wenn der erste Kaffeearoma durch die
Wohnung zieht und sich mit dem Duft von warmem Brotteig vermischt: Das ist Ostern.

Kaffee ist beim Osterfest viel mehr als nur ein Getränk. Er ist der stille Hauptdarsteller auf jedem Ostertisch. Die warme Tasse, um die sich alle versammeln. Das Ritual, das den Morgen einläutet, bevor die Kinder zum Eiersuchen aufbrechen. Die Pause, die man sich gönnt, wenn der Brunch langsam zu Ende geht und alle entspannt beisammensitzen.
Wir bei Bertschi Café glauben: Ostern und Kaffee sind ein Paar, das zusammengehört wie der Osterhase und das Ei.
Warum Ostern der perfekte Kaffee-Moment ist
Ostern ist in der Schweiz mehr als ein kirchliches Fest. Es ist eine der schönsten Gelegenheiten, innezuhalten. Die erste wirklich lange Frühlingspause. Ein langes Wochenende, das einlädt zum Zusammensein mit Familie und Freunden, zum genussvollen Frühstücken ohne Eile, zum Genuss der kleinen Dinge des Lebens.
Und genau hier spielt Kaffee seine grosse Stärke aus. Denn Kaffee ist nicht nur ein Getränk, er ist ein Ritual. Das gemächliche Mahlen der Bohnen. Das Aufwärmen der Tasse. Der erste Schluck, der wärmt. Ein solches Ritual passt perfekt zu einem Fest, das von Bedächtigkeit, Zusammensein und neuem Aufbruch geprägt ist.
Der Frühling schenkt uns nach den langen Wintermonaten wieder Helligkeit und Leichtigkeit. Genau das darf sich auch in Ihrer Tasse widerspiegeln. Weg von schweren, dunklen Röstungen. Hin zu einem Kaffee, der die Frische des Frühlings trägt: mild, vollmundig, mit feinen Nuss- und Schokoladennoten, die wunderbar zur Ostertafel passen.

Der perfekte Begleiter: Unser limitierter Oster-Kaffee
Für Ostern haben wir genau den richtigen Kaffee in unserem Sortiment: den streng limitierten Oster-Kaffee.
Diese sorgfältig komponierte Mischung aus 60% Arabica-Bohnen aus Mittel- und Südamerika und 40% Robusta-Bohnen aus Asien und Afrika ist genau das, was man sich für einen genussvollen Ostermorgen wünscht:
- Mild und vollmundig: kein schroffes Erwachen, sondern ein sanfter, runder Einstieg in den Festtag
- Feine Nuss- und Schokoladennoten: diese passen wie gemacht zu Osterschokolade, Rüeblikuchen oder einem warmen Osterzopf mit Butter
- Besonders säurearm und magenschonend: ideal nach einem grossen Osterbrunch, wenn der Magen bereits gut gefüllt ist
- Helle Röstung: dank unserer schonenden Trommelröstung (14 bis 24 Minuten bei ca. 200°C) werden Bitterstoffe sanft abgebaut, das volle Aroma bleibt erhalten
Der Oster-Kaffee ist vielseitig: Als kräftiger Café Crème begleitet er den Osterbrunch, als Schale mit warmem Rahm schmiegt er sich an das Gebäck, und als intensiver Espresso «Tipo Milano» setzt er nach dem Essen den krönenden Schlusspunkt.
Jede Tasse ist mehr als ein Getränk, sie ist eine kleine Umarmung für die Seele.

Kaffeepaarungen für den Ostertisch
Die Kunst, Kaffee mit Speisen zu kombinieren, ist ähnlich wie das Pairen von Wein. Und zu Ostern gibt es wunderbare Möglichkeiten:
Osterzopf mit Butter: Der klassische Schweizer Osterzopf, noch lauwarm und mit guter Butter. Dazu passt ein milder Café Crème aus unserem Oster-Kaffee ideal. Die Schokoladennoten des Kaffees spiegeln die buttige Süsse des Zopfs, ohne ihn zu überlagern.
Rüeblikuchen (Karottenkuchen): Der nussige, saftige Rüeblikuchen ist ein echter Osterklassiker der Schweizer Küche. Die feinen Nuancen von Nuss und Mandel in unserem Oster-Kaffee harmonieren wunderschön mit den Gewürzen wie Zimt und Kardamom im Kuchen. Ein Genuss, der die Sinne weckt.
Osterschokolade: Kaffee und Schokolade, diese Kombination hat seit Jahrhunderten Bestand. Die Schokoladennoten unseres Oster-Kaffees verstärken und vertiefen das Aroma guter dunkler Osterschokolade. Tipp: Ein kleines Stück dunkle Schokolade auf der Zunge zergehen lassen, dann einen Schluck Espresso. Das ist purer Genuss.
Gefärbte Ostereier & Aufschnitt: Beim herzhafteren Teil des Osterbrunchs darf es ein kräftigerer Espresso oder ein klassischer Café Crème sein. Der Oster-Kaffee hält als Espresso «Tipo Milano» auch neben herzhaften Speisen stand.
Ein kleines Osterrezept: Gewürzter Osterkaffee mit
Zimt-Rahm
Möchten Sie Ihren Gästen beim Osterbrunch etwas Besonderes bieten? Dieses einfache Rezept macht aus einem guten Kaffee einen festlichen Genuss:
Zutaten (für 4 Personen):
- 4 Tassen kräftiger Café Crème aus dem Oster-Kaffee
- 1 dl Rahm (gut gekühlt)
- 1 TL Puderzucker
- ½ TL Zimt (und eine Prise Kardamom nach Geschmack)
- Optional: Ein Hauch geriebene Bitterschokolade zum Garnieren
Zubereitung:
- Den Rahm steif schlagen und mit Puderzucker sowie Zimt verfeinern.
- Je eine Tasse kräftigen Café Crème zubereiten.
- Den Zimt-Rahm mit einem Löffel sanft auf den Kaffee setzen, nicht unterrühren.
- Mit etwas geriebener Bitterschokolade garnieren.
- Sofort servieren und die Gesichter Ihrer Liebsten beobachten.
Dieser Oster-Kaffee ist kein Aufwand. Aber er macht aus einer guten Tasse Kaffee einen kleinen Festtags-Moment
Kaffee verbindet, gerade zu Ostern
Ostern ist das Fest der Gemeinschaft. Man kommt zusammen, sitzt länger am Tisch, lässt sich Zeit. Und der Kaffee ist dabei der stille Begleiter, der die Menschen zusammenhält. Er hält das Gespräch am Laufen, wärmt die Hände und schafft jene gemütliche Atmosphäre, in der man sich wirklich zu Hause fühlt.
Wir bei Bertschi Café rösten unsere Bohnen seit 1932 in Birsfelden mit Herzblut und Überzeugung. Denn wir glauben: Hinter jeder guten Tasse steckt Handwerk, Fairness und Respekt. Gegenüber den Kaffeebauern, der Natur und Ihnen als Geniessenden.
Unser Oster-Kaffee ist nur rund um Ostern in unserem Online-Shop erhältlich: als ganze Bohnen oder gemahlen, je nach Ihrer bevorzugten Zubereitungsart.
Jetzt den Oster-Kaffee entdecken
Wir wünschen Ihnen ein genussvolles Osterfest. Mit guten Menschen, feinem Ostergebäck und einer Tasse Kaffee, die wärmt.

- Allgemein, Bio- und Fairtrade, Origine du café, Connaissance du café, Responsabilité
Es ist früh am Morgen irgendwo in den Hochlagen von Honduras. Die Luft riecht nach feuchter Erde und reifen Kaffeekirschen. Die Sonne bricht gerade über die Bergkuppen. Und da steht Cédric Reber, CEO von Bertschi Café, zwischen den Kaffeepflanzen. Nicht in einem Meetingraum, nicht vor einer Präsentation, sondern direkt auf der Plantage. Neben ihm: die Bauern, denen diese Kaffeepflanzen gehören.

Letzte Woche war Cédric Reber genau dort. Er hat die Hände in die Erde getaucht, hat zugehört, gefragt, gelernt. Er hat die Menschen kennengelernt, die dafür sorgen, dass Ihre Tasse am Morgen nicht einfach nach «Kaffee» schmeckt, sondern nach diesem Kaffee, dieser Plantage, diesem Boden.
Diese Reise ist kein Marketing-Manöver. Sie ist die Grundlage dafür, was wir bei Bertschi Café seit jeher als Direktimport verstehen.
Was «Direktimport» heute oft bedeutet – und was nicht
Der Begriff «Direktimport» klingt klar. Ist er aber nicht, zumindest nicht in der Kaffeewelt.
Im herkömmlichen Kaffeehandel ist die Lieferkette lang: Der Bauer verkauft seine Ernte an einen lokalen Aufkäufer. Der verkauft an einen Exporteur im Ursprungsland. Dieser liefert an einen Importeur in Europa. Der Importeur verkauft an die Rösterei. Erst dann landet der Kaffee in Ihrer Tasse. Jede Stufe nimmt ihre Marge und am Ende der Kette verdienen oft ausgerechnet jene am wenigsten, die am Anfang standen: die Bauern.
Viele Röstereien und Kaffeehändler kommunizieren heute «Direktimport» oder «Direct Trade». Was das im Einzelfall tatsächlich bedeutet, ist jedoch kaum überprüfbar. Manche beziehen den Kaffee von einem europäischen Importeur, der ihn selbst bei einer Kooperative eingekauft hat, und nennen das dennoch «direkt».
Das ist nicht gelogen, aber es ist auch nicht das, was das Wort eigentlich verspricht.

Echter Direktimport bedeutet:
- Die Rösterei kauft direkt bei der Farm oder der Kooperative, ohne Zwischenhändler
- Es besteht eine persönliche, dauerhafte Beziehung zu den Produzenten
- Die Einkaufspreise liegen deutlich über dem Weltmarktpreis, weil keine Margen durch Mittelsmänner anfallen
- Röster und Bauern arbeiten gemeinsam an Qualität, Anbaumethoden und fairen Lebensbedingungen
- Der Weg der Bohne ist von Anfang bis Ende transparent und nachvollziehbar
Das ist das Modell, das Bertschi Café lebt. Nicht nur als Zertifikat auf einer Packung. Sondern als Handschlag auf einer Plantage in Honduras.
Honduras: Wo aussergewöhnlicher Kaffee wächst
Honduras ist heute der viertgrösste Arabica-Produzent der Welt, und eines der aufregendsten Kaffeeländer überhaupt. Das liegt nicht an Masse, sondern an Qualität.
Zwischen 1.000 und 2.000 Metern über Meer gedeihen hier die Arabica-Pflanzen in vulkanischen, nährstoffreichen Böden, mit gemässigt tropischem Klima und ausreichend Niederschlag. In den drei grossen Anbauregionen Copan im Nordwesten, Montecillos-Marcala im Südwesten und Agalta im Landesinneren, entstehen Bohnen mit ganz unterschiedlichen Charakteren:
- Marcala: Fruchtig, schokoladig, dezent süss, vollmundig, kräftig
- Copan: Mittelkräftig, frische Aromen, feine Säure, süsslich
- Agalta: Nussig, mittlerer bis kräftiger Körper, angenehmer Nachgeschmack
Was den honduranischen Kaffee zusätzlich auszeichnet: Die Kultivierung erfolgt traditionell weitgehend ohne Chemikalien. Ein Wert, der zu unserer Überzeugung bei Bertschi Café passt: Bio und Fairtrade nicht als Floskel, sondern als Haltung.
Cédric Reber auf der Plantage – was er dort gelernt hat
Cédric Reber ist nicht nach Honduras gereist, um einen Liefervertrag zu unterzeichnen. Er ist gefahren, um zuzuhören.
Er hat mit den Bauernfamilien gesprochen. Hat erfahren, welche Herausforderungen sie beschäftigen: Klimaveränderungen, die die Erntezeiten verschieben. Preisschwankungen auf dem Weltmarkt, die eine verlässliche Planung nahezu unmöglich machen. Und den Stolz, den sie auf ihren Kaffee haben, einen Stolz, der sich in jeder sorgfältig gepflückten Kaffeekirsche widerspiegelt.
Diese Gespräche verändern etwas. Sie verändern, wie wir den Kaffee rösten, mit dem Wissen, was in seine Entstehung geflossen ist. Sie verändern, wie wir über Preise sprechen: denn wer die Gesichter hinter der Ernte kennt, kann nicht gleichgültig gegenüber ihrer Vergütung sein. Und sie verändern, was in Ihrer Tasse landet: kein anonymes Rohprodukt, sondern ein Kaffee mit Geschichte, mit Charakter, mit Heimat.

Warum das für Sie als Kundin und Kunde zählt
Bei Bertschi Café war Direktimport schon immer mehr als ein Wort. Seit 1932 steht unser Name für Handwerk, Qualität und die Überzeugung, dass guter Kaffee faire Bedingungen braucht. Vom Anbau bis zur schonenden Trommelröstung in Birsfelden. Wenn Sie eine Tasse Bertschi-Kaffee trinken, können Sie sicher sein:
- Keine anonyme Handelskette: Cédric Reber kennt die Plantage. Persönlich.
- Faire Preise: Die Bauern werden angemessen entlohnt, weil kein Zwischenhändler die Marge einkassiert.
- Echte Transparenz: Wir wissen, wo jede Bohne herkommt und unter welchen Bedingungen sie geerntet wurde.
- Aussergewöhnliche Qualität: Direktbeziehungen ermöglichen es uns, gemeinsam mit den Produzenten an der Rohbohnenqualität zu arbeiten Zum Vorteil jedes einzelnen Schlucks.
Das ist es, was «direkt heisst direkt» bei Bertschi Café bedeutet.


- Allgemein, Kaffeesorten, Connaissance du café, Conseils
Kaffee ist in der Schweiz weit mehr als nur ein Getränk zur blossen Koffeinaufnahme. Er ist ein Kulturgut, ein morgendliches Ritual, das den Tag strukturiert, und oft der Kitt, der soziale Interaktionen zusammenhält – sei es bei einer schnellen Espressopause oder einer gemütlichen «Schale» am Sonntagmorgen. Doch während wir alle wissen, wie unser Lieblingskaffee schmecken soll, bleibt das Wissen über das Naturprodukt selbst – die Kaffeebohne – oft an der Oberfläche.

Als traditionsreiche Röstmeister aus Birsfelden, die seit 1932 mit Leidenschaft und Hingabe Kaffeebohnen veredeln, möchten wir dieses Wissen mit Ihnen teilen. Wir laden Sie ein, tief in die Materie einzutauchen. In diesem ultimativen Guide beleuchten wir nicht nur die offensichtlichen Unterschiede zwischen Arabica und Robusta, sondern dringen tief in die Botanik, die Anbaugebiete und die chemischen Prozesse der Röstung vor. Wir erklären Ihnen, warum manche Bohnen nach Nüssen und andere nach Beeren schmecken und warum die Art der Aufbereitung über Säure und Süsse entscheidet.
Machen Sie es sich bequem, schenken Sie sich eine Tasse Ihres Lieblingskaffees ein und begleiten Sie uns auf dieser faszinierenden Reise durch die Welt der Coffea.
Inhaltsverzeichnis
- Die Botanik: Der komplexe Aufbau der Kaffeekirsche
- Coffea Arabica: Die anspruchsvolle Diva aus dem Hochland
- Coffea Canephora (Robusta): Die verkannte Kraftvolle für die perfekte Crema
- Arabica vs. Robusta: Ein detaillierter Vergleich der Giganten
- Exkurs: Raritäten, Mythen und Spezialitäten (Liberica, Maragogype, Kopi Luwak)
- Terroir & Anbau: Warum die Herkunft den Charakter bestimmt
- Ernte & Aufbereitung: Der Weg vom Feld zur Rohbohne
- Die Röstung: Das Herzstück der Veredelung (Trommel- vs. Industrieröstung)
- Mischverhältnisse: Die Kunst der Blends vs. Single Origins
- Gesundheit & Inhaltsstoffe: Was steckt wirklich in der Bohne?
- Nachhaltigkeit: Warum Bio und Fairtrade für uns kein Trend sind
- Lagerung: So bewahren Sie die Frische
- Fazit: Finden Sie Ihren persönlichen Kaffeefavoriten
1. Die Botanik: Der komplexe Aufbau der Kaffeekirsche
Um Kaffee wirklich zu verstehen, müssen wir uns zunächst von dem Begriff «Bohne» lösen. Botanisch gesehen handelt es sich bei dem, was wir mahlen und aufbrühen, nämlich gar nicht um eine Hülsenfrucht, sondern um den Samen einer Steinfrucht. Die Kaffeepflanze (Coffea) gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae), einer der grössten Pflanzenfamilien überhaupt.
Die Anatomie der Kaffeekirsche
Wenn Sie eine reife Kaffeekirsche vom Strauch pflücken würden, hielten Sie eine meist rote, manchmal auch gelbe Frucht in der Hand, die in ihrem Aufbau komplexer ist, als es von aussen scheint. Sie besteht aus mehreren Schichten, die alle eine Schutzfunktion für den kostbaren Samen erfüllen:
- Exokarp (Fruchthaut): Die äussere, glänzende Haut, die sich während der Reifung von Grün über Gelb zu einem satten Rot verfärbt.
- Mesokarp (Fruchtfleisch/Pulpe): Eine zuckerhaltige, schleimige Schicht, die den Geschmack der Bohne während der Aufbereitung massgeblich beeinflussen kann. Sie schmeckt fruchtig süss, ist aber sehr dünn.
- Endokarp (Pergamenthaut): Eine hornartige Schale, die die Bohnen direkt umschliesst und sie vor äusseren Einflüssen schützt.
- Silberhäutchen: Eine extrem dünne Samenschale, die direkt auf der Bohne sitzt. Beim Rösten löst sich dieses Häutchen oft und wird als Spreu abgetrennt.
- Der Samen (Endosperm): Das eigentliche Herzstück – die Kaffeebohne.
In der Regel befinden sich im Inneren der Kirsche zwei Samen, die mit ihren flachen Seiten zueinander liegen. Eine faszinierende Laune der Natur ist die sogenannte Perlbohne. Hierbei entwickelt sich nur ein einziger, rundlicher Samen in der Kirsche. Diese Perlbohnen werden oft separat aussortiert, da sie aufgrund ihrer Form ein anderes Röstverhalten an den Tag legen und oft ein besonders konzentriertes Aroma besitzen.
Die Gattung Coffea umfasst mittlerweile über 124 bekannte Arten. Doch für uns Geniesser sind primär zwei Arten von wirtschaftlicher Relevanz, die zusammen etwa 99 % des Welthandels abdecken: Coffea Arabica und Coffea Canephora (Robusta).

2. Coffea Arabica: Die anspruchsvolle Diva aus dem Hochland
Die Arabica-Bohne (Coffea Arabica) wird oft als die Königin unter den Kaffeesorten bezeichnet. Sie dominiert den Weltmarkt mit einem Anteil von ca. 60 bis 70 %. Ihre Geschichte reicht weit zurück – ihr Ursprung liegt im äthiopischen Hochland, in der Region Kaffa, wo sie auch heute noch wild in den Bergregenwäldern wächst.
Ein sensibles Gewächs
Arabica ist botanisch gesehen ein Selbstbestäuber, was die Sortenreinheit begünstigt, aber sie ist auch eine echte « Diva » im Anbau. Sie stellt hohe Ansprüche an ihre Umgebung:
- Höhenlage: Sie gedeiht am besten in Höhen zwischen 600 und 2.300 Metern über dem Meeresspiegel. Daher rührt auch die Bezeichnung « Hochlandkaffee ».
- Temperatur: Die ideale Durchschnittstemperatur liegt konstant zwischen 18 und 22 Grad Celsius. Sie verträgt weder Frost noch extreme Hitze.
- Klima: Arabica benötigt ein ausgewogenes Verhältnis von Regen und Sonne und bevorzugt oft schattige Plätze, um nicht unter direkter Sonneneinstrahlung zu verbrennen.
Durch das kühlere Klima in den Höhenlagen reifen die Kaffeekirschen langsamer. Das ist entscheidend für die Qualität: Die Pflanze hat mehr Zeit, komplexe Zuckerverbindungen und Aromastoffe in der Bohne einzulagern. Arabica-Bohnen besitzen zudem 44 Chromosomen (doppelt so viele wie Robusta), was zu ihrer enormen genetischen und aromatischen Vielfalt beiträgt.

Das Geschmacksprofil
Arabica-Kaffees zeichnen sich durch ein differenziertes, feines und oft blumiges oder fruchtiges Aroma aus. Sie besitzen eine lebendige, aber angenehme Säure, die dem Kaffee Struktur verleiht. Der Koffeingehalt ist mit ca. 1,1 bis 1,7 % vergleichsweise moderat.
Varietäten der Arabica: Innerhalb der Art Arabica gibt es zahlreiche Varietäten, ähnlich wie bei Weintrauben oder Äpfeln. Zu den bekanntesten gehören:
- Typica & Bourbon: Die Ur-Varietäten, bekannt für exzellente Qualität und Süsse.
- Caturra & Catuai: Beliebte Züchtungen aus Südamerika.
- Geisha: Eine absolute Spitzenvarietät, ursprünglich aus Äthiopien, die für ihre extrem blumigen und jasminartigen Noten Höchstpreise erzielt.
Unsere Empfehlung: Möchten Sie die reine Eleganz der Arabica erleben? Unser Bio Bravo Kaffee (hell) ist ein 100% Arabica aus Peru und Mexiko. Durch die helle Röstung kommen die feinen, nussigen Nuancen und das milde, volle Aroma perfekt zur Geltung.
3. Coffea Canephora (Robusta): Die verkannte Kraftvolle für die perfekte Crema
Lange Zeit wurde Robusta (Coffea Canephora) als der « hässliche Bruder » der Arabica behandelt, oft degradiert zu Füllmaterial für billige Supermarkt-Mischungen. Doch dieses Bild wandelt sich – und das zu Recht! Ein hochwertiger Robusta kann geschmacklich weitaus spannender sein als ein minderwertiger Arabica.
Widerstandsfähigkeit als Programm
Der Name ist Programm: Diese Pflanze ist robust. Ursprünglich im Tiefland von West- und Zentralafrika (Kongo) beheimatet, wurde sie erst im 19. Jahrhundert klassifiziert.
- Anbauhöhe: Robusta wächst im Tiefland bis ca. 800 Meter.
- Temperatur: Sie liebt es warm und verträgt Temperaturen von 22 bis 26 Grad (und mehr) problemlos.
• Resistenz: Ihre wahre Stärke liegt in ihrer Abwehrkraft. Sie ist deutlich widerstandsfähiger gegen Schädlinge wie den Kaffeerost und Insekten. Ein Grund dafür ist ihr hoher Koffeingehalt, der als natürliches Insektengift wirkt.
Das Geschmacksprofil: Körper und Wucht
Robusta-Bohnen sind meist kleiner und rundlicher als die ovalen Arabicas und haben eine gerade Narbe auf der flachen Seite. Chemisch unterscheiden sie sich deutlich: Sie enthalten weniger Zucker und Lipide (Fette), dafür aber deutlich mehr Chlorogensäure und Koffein (ca. 2 bis 4,5 %).
Geschmacklich äussert sich das in einem kräftigen, erdigen, nussigen und oft an dunkle Schokolade erinnernden Profil. Robusta bringt den « Körper » in den Kaffee. Er ist verantwortlich für das volle Mundgefühl und – ganz wichtig – für die Crema. Aufgrund des geringeren Lipidanteils ist die Crema bei Robusta-Kaffees dichter, stabiler und haselnussbraun.
Unsere Empfehlung: Suchen Sie den klassischen italienischen « Kick »? Unser Kooperative Kagera ist ein 100% Robusta aus Tansania. Er ist würzig, kräftig und liefert genau die Intensität, die einen Ristretto zum Erlebnis macht.

4. Arabica vs. Robusta: Ein detaillierter Vergleich der Giganten
Um die richtige Wahl für Ihren Geschmack zu treffen, hilft ein direkter Vergleich. Es ist wichtig zu verstehen, dass es kein pauschales « Besser » oder « Schlechter » gibt, sondern nur unterschiedliche Charakteristika für unterschiedliche Vorlieben.
Merkmal | Arabica (Coffea Arabica) | Robusta (Coffea Canephora) |
Herkunft | Ursprung: z.B. Äthiopien (Hochland) Bei Bertschi: Wir beziehen unsere Arabicas vorwiegend aus Zentral- und Südamerika. Beispiele: Mexiko & Peru (für unseren Bio Bravo), Brasilien (für den Demeter Espresso). | Ursprung: Westafrika/Kongo (Tiefland). Bei Bertschi: Wir setzen auf kräftige Robustas aus Afrika und Asien. Beispiele: Tansania (unser 100% Robusta Kooperative Kagera), Indien/Indonesien (oft als würzige Komponente in unseren Blends wie dem Basler Café). |
Anbauhöhe | 600 – 2.300 Meter | 0 – 800 Meter |
Chromosomen | 44 Chromosomen (komplexer) | 22 Chromosomen |
Koffeingehalt | ca. 1,1 – 1,7 % (milder) | ca. 2 – 4,5 % (der Wachmacher) |
Chlorogensäure | ca. 5 – 6 % | ca. 10 % (kann bei schneller Röstung auf den Magen schlagen) |
Zuckergehalt | 6 – 9 % (süsser) | 3 – 7 % |
Geschmack | Fruchtig, fein, säurebetont, komplex, weich | Erdig, nussig, bitter, holzig, schokoladig, kräftig |
Optik der Bohne | Oval, geschwungene S-Narbe | Rundlicher, gerade Narbe |
Crema | Weniger dicht, eher rötlich-braun | Dick, fest, dunkelbraun, langanhaltend |
Marktpreis | Tendenziell teurer (aufwendige Pflege & Ernte) | Oft günstiger (höherer Ertrag, maschinelle Ernte möglich) |
Lesetipp: Wollen Sie noch tiefer in die genetischen und geschmacklichen Unterschiede eintauchen? Lesen Sie unseren ausführlichen Blogbeitrag: Was sind die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kaffeesorten?
5. Exkurs: Raritäten, Mythen und Spezialitäten
Neben den beiden Platzhirschen gibt es in der Welt des Kaffees faszinierende Nischenprodukte. Einige sind echte Geheimtipps, andere eher fragwürdige Kuriositäten.
Liberica und Excelsa – Die Riesen aus dem Dschungel
Coffea Liberica macht nur etwa 1 % des Welthandels aus. Die Bohnen sind riesig, hart und asymmetrisch. Die Pflanze wächst als hoher Baum (bis 20 Meter) im Dschungel und ist extrem widerstandsfähig. Geschmacklich gilt Liberica oft als herb, holzig und rauchig, mit einem hohen Koffeingehalt. Excelsa wurde lange als eigene Art geführt, gilt heute aber botanisch als Varietät von Liberica. Sie ist bekannt für ein tartes, fruchtiges Profil, das Kenner oft als « unbeschreiblich » komplex bezeichnen.
Maragogype – Die Elefantenbohne
Diese Varietät ist eine Mutation der Arabica (oder eine Kreuzung mit Liberica), die erstmals in Brasilien entdeckt wurde. Die Bohnen sind gigantisch – bis zu 40 % grösser als normale Arabica-Bohnen. Deshalb werden sie liebevoll « Elefantenbohnen » genannt. Das Besondere: Trotz der Grösse ist der Geschmack extrem mild und säurearm. Maragogype ist der ideale Kaffee für Menschen mit empfindlichem Magen, die auf feinen Geschmack nicht verzichten wollen.
Produkt-Tipp: Probieren Sie unseren Marago. Ein exklusiver, heller Röstkaffee aus Mexiko oder Nicaragua, der durch seine Milde besticht.
Stenophylla – Die Hoffnung der Zukunft?
Der Klimawandel bedroht den Arabica-Anbau, da es in vielen Regionen zu heiss wird. Forscher haben kürzlich in Westafrika (Sierra Leone) die fast vergessene Art Coffea Stenophylla wiederentdeckt. Das Sensationelle: Sie verträgt deutlich höhere Temperaturen als Arabica, schmeckt aber – im Gegensatz zu Robusta – fast genauso fein und komplex wie ein hochwertiger Arabica. Sie könnte in den nächsten Jahrzehnten zur Rettung des Hochgenusses beitragen.
Kopi Luwak & Co. – Luxus mit bitterem Beigeschmack
Sicher haben Sie schon vom « Katzenkaffee » gehört. Beim Kopi Luwak fressen Schleichkatzen (Fleckenmusangs) die Kaffeekirschen. Im Magen fermentieren Enzyme die Bohnen und bauen Bitterstoffe ab, bevor sie ausgeschieden werden.
Unsere klare Haltung: Wir bei Bertschi-Café distanzieren uns von Kopi Luwak aus Käfighaltung. Ursprünglich als Wildsammlung entstanden, werden die Tiere heute oft unter tierquälerischen Bedingungen in Käfigen gehalten und zwangsernährt. Ähnliches gilt für den Black Ivory (Elefantenkaffee). Wir sind überzeugt: Qualität entsteht durch faire Partnerschaften mit Bauern und perfektes Rösthandwerk, nicht durch Tierquälerei.
Mehr zu diesen exotischen Hintergründen erfahren Sie in unserem Beitrag: Affenkaffee – eine besondere Art von Kaffee.
6. Terroir & Anbau: Warum die Herkunft den Charakter bestimmt
Kaffee wächst rund um den Globus im sogenannten « Kaffeegürtel » entlang des Äquators. Doch Bohne ist nicht gleich Bohne – der Boden, das Klima und die Traditionen vor Ort prägen den Geschmack massgeblich. Man spricht hier, ähnlich wie beim Wein, vom « Terroir ».
Die grossen Anbauregionen
- Zentral- & Südamerika (z.B. Brasilien, Kolumbien, Peru): Der Klassiker für das Frühstück. Hier wachsen oft nussige, schokoladige und balancierte Kaffees mit einer angenehmen, nicht zu spitzen Säure. Brasilien ist dabei der Gigant, der sowohl riesige Mengen Standardkaffee als auch exzellente Spezialitäten liefert.
- Afrika (z.B. Äthiopien, Kenia): Die Wiege des Kaffees. Kaffees aus dieser Region sind oft « wilder »: fruchtig, blumig, mit Noten von Beeren, Zitrusfrüchten oder Jasmin und einer spritzigen Säure. Ein Yirgacheffe aus Äthiopien kann fast wie ein Tee schmecken.
- Asien (z.B. Indien, Indonesien, Vietnam): Hier dominiert oft Robusta, aber auch würzige, schwere Arabicas. Typisch sind erdige, holzige und gewürzartige Noten mit sehr wenig Säure und einem vollen, schweren Körper.
Micro Lots – Die Spitze der Qualität
Innerhalb dieser Regionen gibt es sogenannte Micro Lots. Das sind kleine, exklusive Parzellen einer Farm, auf denen unter besonderen Bedingungen (z.B. spezielles Mikroklima, besondere Aufbereitung) aussergewöhnliche Qualitäten wachsen. Diese Kaffees sind streng limitiert, rückverfolgbar und bieten einzigartige Geschmacksprofile für Kenner.
Interessiert an den Details des Handels und der Ernte? Lesen Sie hier weiter: Rohkaffee: So wird er geerntet, verarbeitet und gehandelt.

7. Ernte & Aufbereitung: Der Weg vom Feld zur Rohbohne
Die Qualität in der Tasse wird bereits am Kaffeestrauch entschieden. Es gibt zwei Hauptmethoden der Ernte:
- Picking: Hierbei werden nur die reifen, roten Kirschen von Hand gepflückt. Die grünen bleiben hängen. Das ist mühsam und teuer, garantiert aber die höchste Qualität und einen homogenen Reifegrad.
- Stripping/Maschinell: Hier wird der ganze Ast abgeerntet – reife, unreife und überreife Kirschen landen zusammen im Korb. Dies ist bei industriellem Kaffee üblich.
Nach der Ernte muss die Bohne aus der Frucht gelöst werden. Auch hier entscheidet die Methode über den Geschmack:
- Nass (Washed): Das Fruchtfleisch wird komplett abgewaschen, die Bohnen fermentieren im Wasserbad. Das Ergebnis ist ein sehr klarer, reiner Kaffee mit betonter, feiner Säure.
- Trocken (Natural): Die ganzen Kirschen trocknen in der Sonne. Währenddessen zieht die Süsse des Fruchtfleisches in die Bohne ein. « Naturals » sind oft süsser, körperreicher und haben intensive Fruchtnoten (z.B. Erdbeere, Blaubeere).7. Ernte & Aufbereitung: Der Weg vom Feld zur Rohbohne
8. Die Röstung: Das Herzstück der Veredelung
Die beste Bohne nützt nichts, wenn sie im Röster verbrannt wird. Eine rohe Kaffeebohne ist blassgrün, steinhart und riecht nach Heu. Erst durch die Hitze entstehen in der sogenannten Maillard-Reaktion die über 800 Aromen, die wir lieben.
Unser USP: Die traditionelle Trommelröstung
Bei Bertschi-Café setzen wir bewusst auf Tradition. Im Gegensatz zur industriellen Schockröstung, bei der Bohnen in 2 bis 5 Minuten bei bis zu 600 Grad « gebacken » werden, lassen wir uns Zeit. Wir rösten unsere Bohnen in der Trommelröstung schonend über 14 bis 24 Minuten bei maximal ca. 200 Grad.
Warum tun wir das?
- Abbau von Säuren: Chlorogensäure kann bei empfindlichen Menschen Magenprobleme verursachen. Diese Säure wird erst durch Zeit und Hitze abgebaut. Eine Industrieröstung schafft das in der kurzen Zeit oft nicht vollständig – unser Verfahren schon. Das macht unseren Kaffee besonders bekömmlich.
- Aromenvielfalt: Die Hitze dringt langsam bis in den Kern der Bohne vor. So verbrennt sie aussen nicht, während sie innen noch roh ist. Das gesamte Aromaspektrum kann sich entfalten – von feinen Fruchtnoten bis zu tiefen Schokoladentönen.
Warum schmeckt Kaffee manchmal sauer oder bitter? Wir erklären es in unserem Ratgeber: Warum Kaffee nicht schmeckt – Ursachen und Lösungen.
9. Mischverhältnisse: Die Kunst der Blends vs. Single Origins
Immer wieder tauchen diese Begriffe auf. Doch was bedeuten sie für Ihren täglichen Genuss?
Single Origin (Sortenrein)
Diese Kaffees stammen aus einem einzigen Anbaugebiet, oft sogar von einer einzigen Farm oder Kooperative. Sie sind « rein ». Das Ziel ist es, den unverfälschten, einzigartigen Charakter dieser spezifischen Region zu schmecken. Ein Äthiopier schmeckt anders als ein Brasilianer.
- Perfekt für: Puristen, Filterkaffee-Liebhaber und Entdecker, die Nuancen herausschmecken wollen.
- Beispiel: Unser Demeter Espresso – ein reiner Brasilianer, der das Terroir perfekt abbildet.
Blends (Mischungen)
Ein Blend ist eine Komposition. Wie ein Parfümeur Düfte mischt oder ein Dirigent ein Orchester leitet, komponiert der Röstmeister aus verschiedenen Bohnen (Herkunft oder Art) ein harmonisches Ganzes. Oft wird Arabica (für das feine Aroma und die Säure) mit Robusta (für den Körper, die Würze und die Crema) gemischt. Ein Blend garantiert zudem, dass der Kaffee über das Jahr hinweg konstant schmeckt, da Schwankungen einer Ernte ausgeglichen werden können.
- Perfekt für: Liebhaber von klassischem, rundem Espresso oder Café Crème, die Balance suchen.
- Beispiel: Der Basler Café (80% Arabica / 20% Robusta) – unsere harmonische Mischung mit Charakter, die das Beste aus beiden Welten vereint.
10. Gesundheit & Inhaltsstoffe: Was steckt wirklich in der Bohne?
Kaffee ist nicht nur Genuss, sondern chemisch gesehen ein faszinierender Cocktail. Neben dem bekannten Koffein enthält die Bohne über 1000 verschiedene Substanzen.
- Antioxidantien: Kaffee ist einer der wichtigsten Lieferanten für Antioxidantien in unserer westlichen Ernährung. Diese Stoffe (wie Chlorogensäure und Melanoidine) fangen freie Radikale im Körper ab.
- Niacin (Vitamin B3): Durch den Röstprozess entsteht aus Trigonellin das Vitamin Niacin. Eine Tasse Kaffee kann bereits einen Teil des Tagesbedarfs decken.
- Koffein: Der Wachmacher blockiert Adenosin-Rezeptoren im Gehirn und verhindert so, dass wir müde werden. Robusta enthält etwa doppelt so viel davon wie Arabica – wer also den « Hallo-Wach-Effekt » sucht, greift zum Robusta.
Studien deuten darauf hin, dass moderater Kaffeekonsum (3-4 Tassen) positive Effekte auf die Gesundheit haben kann, etwa in Bezug auf Diabetes Typ 2 oder den Schutz der Leber. Wichtig ist jedoch immer die Bekömmlichkeit – und hier spielt unsere schonende Röstung durch den Säureabbau eine entscheidende Rolle.
11. Nachhaltigkeit: Warum Bio und Fairtrade für uns kein Trend sind
Nachhaltigkeit ist für Bertschi-Café keine Marketingfloskel, sondern eine Haltung, die wir seit Jahrzehnten leben. Wir pflegen oft jahrzehntelange, persönliche Beziehungen zu unseren Kaffeebauern und Kooperativen. Wir sind überzeugt: Nur wenn es den Menschen im Ursprung und der Natur gut geht, können wir exzellenten Kaffee geniessen.
- Bio-Knospe: Wir bieten eine grosse Auswahl an Bio-Kaffees, die ohne chemisch-synthetische Pestizide und Kunstdünger angebaut werden. Das schützt die Böden und das Grundwasser im Ursprungsland.
- Fairtrade Max Havelaar: Dieses Siegel garantiert den Bauern Mindestpreise, die sie vor den Schwankungen des Weltmarktes schützen, sowie Prämien für Gemeinschaftsprojekte (Schulen, Brunnen).
- Demeter: Die wohl strengste Form der biologischen Landwirtschaft. Sie betrachtet den Hof als lebendigen Kreislauf und arbeitet nach anthroposophischen Prinzipien.
Entdecken Sie unseren Euro Bio Bravo Espresso – ein Paradebeispiel für nachhaltigen Luxus, der intensiv und fruchtig schmeckt.
Mehr zu unserem Engagement finden Sie hier: Kaffee & Nachhaltigkeit – wie passt das zusammen?.
12. Lagerung und Frische: So bleibt das Aroma erhalten
Sie haben die perfekte Bohne gefunden, sie wurde fair gehandelt und schonend geröstet. Nun liegt es an Ihnen, diese Qualität bis in die Tasse zu retten. Die grössten Feinde des Kaffeearomas sind Sauerstoff, Feuchtigkeit, Wärme und Licht.
- Ganze Bohnen kaufen: Das ist der wichtigste Tipp. Sobald Kaffee gemahlen ist, vergrössert sich seine Oberfläche extrem. Er oxidiert und verliert innerhalb von Minuten einen Grossteil seines Aromas. Mahlen Sie immer erst kurz vor der Zubereitung!
- Luftdicht verpacken: Lassen Sie den Kaffee am besten in der Originalverpackung. Unsere Beutel sind mit einem Aromaschutzventil ausgestattet, das CO2 entweichen lässt, aber keinen Sauerstoff hineinlässt. Verschliessen Sie die Tüte gut mit einem Clip oder stellen Sie sie in eine lichtundurchlässige Dose.
- Der Kühlschrank-Mythos: Bitte stellen Sie Kaffee nicht in den Kühlschrank! Kaffee enthält Öle, die fremde Gerüche (Wurst, Käse) magisch anziehen. Zudem bildet sich beim Herausnehmen Kondenswasser, was die Bohnen feucht macht und das Aroma zerstört. Ein dunkler, kühler Küchenschrank ist der ideale Ort.
Detaillierte Tipps gibt es in unserem Blog: Wie hält man Kaffee frisch?.

13. Unser Fazit: Welcher Kaffee ist der Richtige für Sie?
Die « beste » Kaffeebohne der Welt gibt es nicht – es gibt nur die richtige Bohne für Ihren ganz persönlichen Geschmack und Ihren Zubereitungsmoment.
- Mögen Sie es mild, aromatisch, blumig und trinken gerne grössere Tassen (Café Crème / Filter)? Dann greifen Sie zu einem 100% Arabica, am besten hell bis mittel geröstet.
◦ Tipp: Bio Bravo Kaffee mittel
- Lieben Sie den italienischen Kick, trinken Espresso oder Ristretto, wollen eine fette Crema und schokoladige Noten? Dann ist ein Blend mit Robusta-Anteil oder eine dunkle Espresso-Röstung Ihre Wahl.
◦ Tipp: Espresso – unsere klassische Hausmischung.
- Suchen Sie etwas Spezielles oder besonders Magenfreundliches? Wagen Sie sich an eine Rarität.
◦ Tipp: Die Maragogype-Bohne für sanften Genuss.
Wir bei Bertschi-Café stehen Ihnen gerne beratend zur Seite. Probieren Sie sich durch unser Sortiment, experimentieren Sie mit Mahlgraden und Zubereitungsarten. Denn am Ende zählt nur eines: Dass Sie jeden Schluck geniessen und er Ihnen eine kleine Auszeit im Alltag schenkt.
Entdecken Sie jetzt unsere Vielfalt im Bertschi Online-Shop!
Quellenverzeichnis für Ihre weitere Recherche:
Möchten Sie noch mehr stöbern? Hier finden Sie weitere spannende Artikel aus unserem Archiv:
- Was du über Kaffee wissen solltest – 30 spannende Fakten
- Die Geschichte des Kaffees
- Durch die Trommelröstung das volle Aroma entfalten

- Allgemein, Kaffeespezialitäten kaufen, Connaissance du café, Conseils
Stellen Sie sich vor, Sie betreten Ihre Küche am frühen Morgen. Die ersten Sonnenstrahlen fallen durch das Fenster, und während die Welt draussen langsam erwacht, bereiten Sie sich auf einen ganz besonderen Moment vor. Es ist nicht einfach nur die tägliche Dosis Koffein; es ist eine Entdeckungsreise. Der Duft von frisch gemahlenen Bohnen steigt Ihnen in die Nase – mal erinnert er an dunkle Edelschokolade, mal an frisch geröstete Haselnüsse oder eine subtile Beerenote. Doch wie finden Sie in der riesigen Auswahl an Kaffeesorten genau den Begleiter, der perfekt zu Ihrem Gaumen passt? Ein Kaffee-Tasting in den eigenen vier Wänden ist die Antwort, um das Rätsel um den besten Kaffee für mich zu lösen.

Oft steht man im Onlineshop oder vor dem Regal und liest Begriffe wie „vollmundig“, „würzig“ oder „fruchtige Säure“. Ohne den direkten Vergleich fällt es jedoch schwer, diese Nuancen wirklich einzuordnen. Unser Kaffee probieren Paket, das exklusive Entdecker-Set, wurde genau dafür entwickelt: Es nimmt Sie mit auf eine sensorische Weltreise und hilft Ihnen, Ihr ganz persönliches Geschmacksprofil zu definieren. In diesem Guide zeigen wir Ihnen, wie Sie eine professionelle Verkostung (das sogenannte „Cupping“) zu Hause durchführen und worauf es bei den verschiedenen Röstungen wirklich ankommt.
1. Die Vorbereitung: Ihr professionelles Tasting-Setup
Ein Kaffee-Tasting ist ein Erlebnis für alle Sinne. Damit die Ergebnisse vergleichbar bleiben und Sie die feinen Unterschiede zwischen einem milden Arabica und einem kräftigen Espresso-Blend wirklich herausschmecken, ist eine saubere Vorbereitung essenziell.
Der richtige Mahlgrad
Für ein klassisches Cupping sollten alle Bohnen im Idealfall frisch und im gleichen Mahlgrad gemahlen werden. Ein mittlerer Mahlgrad (ähnlich wie grobes Tafelsalz) eignet sich am besten, wenn Sie den Kaffee direkt in der Tasse mit Wasser aufgiessen. Falls Sie unser Entdecker-Set bereits gemahlen bestellt haben, ist dies bereits perfekt auf die gängigsten Zubereitungsarten abgestimmt.
Wasser: Das Element des Geschmacks
Da Kaffee zu ca. 98 % aus Wasser besteht, spielt die Qualität des Wassers eine tragende Rolle. In der Schweiz haben wir oft sehr kalkhaltiges Wasser, was feine Fruchtsäuren neutralisieren kann. Nutzen Sie für Ihr Tasting idealerweise gefi ltertes Wasser. Die Temperatur ist das Zünglein an der Waage:
- Helle Röstungen: Hier empfehlen wir ca. 92 °C. Zu heisses Wasser würde die feinen Aromen zerstören.
- Dunkle Röstungen: Ein kräftiger Espresso verträgt bis zu 94 °C, um die intensiven Röstnoten und den Körper optimal zu lösen.
Die Kunst der Blindverkostung
Wir essen und trinken mit dem Auge – und mit unseren Vorurteilen. Wer glaubt, nur „100 % Arabica“ sei hochwertig, wird von einem exzellenten Robusta-Anteil oft überrascht sein. Markieren Sie die Tassen daher auf der Unterseite mit dem Namen des Kaffees und mischen Sie diese gründlich durch. Erst nach dem Probieren und Notieren der Eindrücke wird das Geheimnis gelüftet.
2. Das Vokabular der Sensorik: So beschreiben Sie Ihren Genuss
Um Kaffee wie ein Profi zu bewerten, nutzen wir bei Bertschi-Café drei Hauptkriterien. Wenn Sie diese verstehen, wird die Wahl im Shop in Zukunft zum Kinderspiel.
Der Körper (Mundgefühl): Achten Sie darauf, wie sich der Kaffee auf Ihrer Zunge anfühlt. Ist er leicht und klar wie ein Tee (geringer Körper) oder legt er sich schwer und cremig wie Vollrahm über den Gaumen (voller Körper)? Ein Espresso wie der Gastro King zeichnet sich beispielsweise durch einen besonders markanten Körper aus.
Säure vs. Bitterkeit: In der Massenproduktion wird Kaffee oft zu heiss und zu kurz geröstet, was zu aggressiven Säuren führt. Bei Bertschi setzen wir auf die schonende Trommelröstung. In 14 bis 24 Minuten bauen wir bei ca. 200 Grad ungewollte Säuren ab. Was bleibt, ist eine edle Fruchtsäure (oft als „spritzig“ oder „fruchtig“ bezeichnet), die in hellen Röstungen sehr geschätzt wird, während dunkle Röstungen eher durch angenehme Bitternoten (ähnlich wie bei Zartbitterschokolade) punkten.
Der Abgang: Ein hochwertiger Kaffee verabschiedet sich nicht einfach. Bleibt nach dem Schlucken eine angenehme Süsse oder ein nussiges Aroma im Mund? Je länger der positive Eindruck verweilt, desto hochwertiger ist die Röstung.
3. Das Entdecker-Set: Ihre 6 Stationen der Genussreise
In unserem Entdecker-Set haben wir für Sie eine Auswahl zusammengestellt, die das gesamte Spektrum unserer Handwerkskunst abdeckt. Hier sind die Schätze, die darauf warten, von Ihnen verkostet zu werden:
Die Kaffee-Spezialitäten (Ideal für Café Crème & Filter)
- Bio Bravo (hell): Ein wahrer Gentleman unter den Kaffees. Dieser sanfte 100 % Arabica stammt aus nachhaltigem Anbau in Mittel- und Südamerika. Er besticht durch sein mildes Aroma mit feinen nussigen Noten und extrem wenig Säure. Perfekt für alle, die eine harmonische „Schale“ am Morgen lieben. (Zertifiziert mit Bio Knospe & Fairtrade).
- Sombrero Classico (hell): Eine elegante Schweizer Mischung (80 % Arabica / 20 % Robusta). Er ist mild und dennoch voll im Geschmack, wobei er durch dezente erdige Nuancen und eine sehr harmonische Struktur überzeugt. Ein klassischer Allrounder für den täglichen Genuss. (Fairtrade).
- Gastro Queen: Sie ist die „Königin“ für Ihren Café Crème. Die ausgewogene Mischung (60 % Arabica / 40 % Robusta) besticht durch eine weiche Textur und eine kräftige Schokoladennote, die hervorragend mit einem Gutsch Rahm harmoniert.
Die Espresso-Highlights (Ideal für Espresso & Ristretto)
- Euro Bio Bravo Espresso: Wenn Sie es kraftvoll mögen, ist dieser dunkle Bio-Espresso (60 % Arabica / 40 % Robusta) Ihr Favorit. Er liefert ein intensives Geschmackserlebnis, das trotz der Stärke feine fruchtige Nuancen bereithält. Ein Erlebnis für Kenner. (Euro-Bio & Fairtrade).
- Sombrero Latino Lover: Pure Leidenschaft in der Tasse. Diese dunkle Röstung (50 % Arabica / 50 % Robusta) ist würzig und nussig. Er ist die ideale Basis für einen authentischen Espresso „Tipo Milano“ oder einen charaktervollen Latte Macchiato. (Fairtrade).
- Gastro King: Der „König“ unter den Espressi darf nicht fehlen. Diese kräftige, mittlere Röstung (70 % Arabica / 30 % Robusta) ist praktisch säurefrei und punktet mit enorm viel Körper und einer perfekten Balance.

4. Warum die Herkunft den Geschmack bestimmt
Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum ein Kaffee aus Äthiopien anders schmeckt als einer aus Brasilien? Es ist das Terroir. Ähnlich wie beim Wein beeinflussen die Bodenbeschaffenheit, die Höhenlage und das Klima das Aroma der Bohne. Während südamerikanische Kaffees oft für ihre nussig-schokoladigen Profile bekannt sind, bringen afrikanische Sorten oft eine blumige Leichtigkeit mit.
In unserem Kaffee-Archiv erfahren Sie mehr darüber, welche Vorlieben wir in der Schweiz pflegen und warum wir eine so stolze Kaffeekultur haben. Zudem ist es wichtig zu wissen, dass hinter jedem Beutel im Entdecker-Set faire Bedingungen stehen. Wir pflegen direkten Kontakt zu den Kooperativen, denn nur ein respektvoller Umgang mit den Produzenten garantiert die Qualität, die Sie schlussendlich in der Tasse haben. Erfahren Sie hier mehr über die Herkunft unseres Kaffees.
5. Fazit: Ihr Weg zum Kaffee-Kenner
Ein Kaffee Tasting zu Hause ist weit mehr als nur ein Test – es ist eine Schulung Ihrer Sinne. Mit dem Entdecker-Set haben Sie die einmalige Chance, die Vielfalt der Kaffeesorten zu probieren und herauszufinden, ob Sie eher der Typ für die sanfte „Gastro Queen“ oder den feurigen „Latino Lover“ sind.
Laden Sie Freunde ein, stellen Sie ein paar frische Guetzli bereit und zelebrieren Sie das Handwerk. Denn am Ende ist der beste Kaffee derjenige, der Ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.
👉 Bereit für Ihre Entdeckungsreise? Bestellen Sie jetzt das Entdecker-Set (6 x 250g) und finden Sie Ihren Favoriten!

Entdecker-Set: Espresso & Kaffee Genuss-Paket (6 x 250g)
Entdecker-Set: Espresso & Kaffee Genuss-Paket (6 x 250g)
- Allgemein, Kaffeespezialitäten kaufen, Produits
Draussen legt sich der Frost über die Schweizer Hügel, die Tage sind noch kurz, und die Hektik der Festtage liegt endlich hinter uns. Der Januar ist ein ganz besonderer Monat – er ist wie eine weisse Leinwand, die darauf wartet, bemalt zu werden. Es ist die Zeit der Vorsätze, der inneren Einkehr und vor allem der kleinen, kostbaren Momente der Ruhe.
Stell dir vor: Du stehst am Morgen in deiner Küche, das erste Licht des Tages bricht sich im Reif am Fenster. Du nimmst deine Lieblingsmühle zur Hand, und das rhythmische Geräusch beim Mahlen der Bohnen erfüllt den Raum. Augenblicklich steigt dir dieser unverwechselbare Duft in die Nase – eine Mischung aus dunkler Schokolade, frisch gerösteten Nüssen und einer Spur Abenteuer. Das ist mehr als nur Koffein; das ist dein persönliches Ritual für einen bewussten Start in das Jahr 2026.
In diesem Beitrag erfährst du, wie du den Januar nutzt, um deine Kaffee-Routine auf ein neues Level zu heben, warum faire Qualität gerade jetzt so wichtig ist und welches Rezept dich an kalten Wintertagen von innen wärmt.

Die Kunst der Entschleunigung: Warum Kaffee im Januar eine Hauptrolle spielt
Der Januar ist oft geprägt von dem Wunsch nach Veränderung. Wir wollen gesünder leben, produktiver sein oder achtsamer mit unserer Zeit umgehen. Doch anstatt uns mit radikalen Verboten zu quälen, sollten wir lieber die Qualität dessen steigern, was wir bereits lieben.
Kaffee ist das am meisten konsumierte Getränk in der Schweiz, doch oft trinken wir ihn nebenher, fast schon mechanisch. Dabei steckt in jeder Tasse eine unglaubliche Reise. Wenn du dich im Januar dazu entscheidest, deinen Kaffee bewusst zu geniessen, tust du etwas für deine mentale Gesundheit. Dieses „Slow Coffee“-Prinzip passt perfekt zur Philosophie von Bertschi-Café. Seit über 80 Jahren rösten wir Kaffee mit Leidenschaft und Respekt – Werte, die besonders in der heutigen schnelllebigen Welt wieder an Bedeutung gewinnen.
Qualität beginnt bei der Herkunft
Ein guter Start ins Jahr bedeutet auch, Verantwortung zu übernehmen. Wenn du dich für Kaffees aus unserem Sortiment entscheidest, wählst du nicht nur erstklassigen Geschmack, sondern unterstützt auch faire Handelsstrukturen. Unsere Bauern in den Ursprungsländern erhalten Preise, die weit über dem Weltmarktniveau liegen. Das gibt ihnen die Sicherheit, ihre Familien zu ernähren und ihre Plantagen nachhaltig zu bewirtschaften.
Für deinen Januar-Fokus auf Reinheit und Kraft empfehlen wir unseren Bio Bravo Espresso Kaffee. Er besteht aus 100% Arabica-Bohnen aus biologischem Anbau. Sein Aroma ist geprägt von einer feinen Säure und einer dichten Crema, die dich sanft wachküsst, ohne deinen Körper zu stressen.
Das Handwerk in deiner Tasse: Was du über Röstung und Mahlgrad wissen musst
Um im Januar das Beste aus deiner Bohne herauszuholen, lohnt sich ein Blick hinter die Kulissen. Warum schmeckt der Kaffee beim Barista oft so viel besser als zu Hause? Das Geheimnis liegt oft in der Frische und der handwerklichen Trommelröstung.
Die sanfte Trommelröstung von Bertschi-Café
Im Gegensatz zur industriellen Heissluftröstung, bei der die Bohnen in wenigen Minuten bei extrem hohen Temperaturen „schockgebräunt“ werden, lassen wir uns bei Bertschi-Café Zeit. Unsere Bohnen werden bei moderaten Temperaturen in der Trommel geröstet. Das hat entscheidende Vorteile für dich:
- Abbau von Reizstoffen: Bitterstoffe und Chlorogensäure werden sanft abgebaut, was den Kaffee besonders magenfreundlich macht.
- Aromenentfaltung: Die ätherischen Öle haben Zeit, sich im Kern der Bohne zu entwickeln.
- Gleichmässigkeit: Jede Bohne wird von innen nach aussen perfekt durchgegart.

Der richtige Mahlgrad für dein Winter-Ritual
Nichts beeinflusst den Geschmack so stark wie der Mahlgrad. Wenn du im Januar mit verschiedenen Zubereitungsarten experimentierst, merke dir diese Faustregel:
- Fein (wie Puderzucker): Für die Siebträgermaschine oder den Espressokocher.
- Mittel (wie Tafelsalz): Ideal für den klassischen Filterkaffee.
- Grob (wie Meersalz): Perfekt für die French Press (Stempelkanne).
Wenn du zum Beispiel unseren kräftigen Helvetas Espresso wählst, der durch seine nussige Note besticht und ihn frisch und eher grob für die French Press mahlst, erlebst du eine Geschmacksexplosion, die perfekt zu einem gemütlichen Sonntagsbrunch passt.
Dein Rezept für den „Winter-Wärmer“
Im Januar brauchen wir manchmal etwas mehr als nur einen schwarzen Kaffee. Wir brauchen ein Getränk, das sich wie eine warme Decke anfühlt. Hier ist unser exklusives Rezept für einen Bertschi Schoko-Mandel-Kaffee, der ohne künstliche Sirupe auskommt.
Die Zutaten (für 2 Tassen):
- 300 ml frisch gebrühter Kaffee (Wir empfehlen den Demeter Kaffee für maximale Natürlichkeit).
- 150 ml Haferdrink oder Mandelmilch.
- 1 EL hochwertiges Kakaopulver (ungesüsst).
- Eine Prise Zimt und eine Prise Meersalz.
- Ein paar Tropfen Mandelextrakt oder ein Löffel Mandelmus.
Die Zubereitung:
- Brühe den Kaffee frisch auf. Der Demeter Kaffee ist hier ideal, da seine erdigen und vollmundigen Noten hervorragend mit dem Kakao harmonieren.
- Erwärme die Milchalternative in einem kleinen Topf zusammen mit dem Kakao, Zimt, Salz und dem Mandelmus. Schlage die Mischung mit einem Milchschäumer schaumig auf.
- Gib den Kaffee in eine grosse Tasse und giesse die schokoladige Mandelmilch vorsichtig darüber.
- Garniere das Ganze mit einer Prise Zimt.
Warum dieser Kaffee perfekt ist: Er kombiniert die belebende Wirkung des Koffeins mit den wärmenden Eigenschaften von Zimt und Kakao. Ein echter Seelenschmeichler nach einem Spaziergang im Schnee.

Nachhaltigkeit als Neujahrsvorsatz: Mehr als nur ein Trend
Viele Menschen nehmen sich im Januar vor, nachhaltiger zu leben. Bei Bertschi-Café ist das kein Trend, sondern seit Jahrzehnten gelebte Realität. Wir sind stolz darauf, Partner von Labels wie Fairtrade und Bio Suisse zu sein. Aber unser Engagement geht darüber hinaus.
Wir pflegen langfristige Beziehungen zu unseren Partnern. Das bedeutet, dass wir nicht jedes Jahr den billigsten Anbieter suchen, sondern mit den gleichen Bauern wachsen. Wenn du also eine Packung unseres Kooperative La Florida Kaffees kaufst, weisst du genau, dass die Kleinbauernkooperativen vor Ort direkt von deinem Genuss profitieren. Dieser Kaffee ist übrigens ein echter Geheimtipp für den Januar: Er ist sehr ausgewogen, mild und hat eine leicht süssliche und fruchtige Note, die hervorragend zu den dunklen Nachmittagen passt.
Unsere Tipps für einen nachhaltigeren Kaffeekonsum:
- Kaufe ganze Bohnen: Sie halten das Aroma deutlich länger als gemahlener Kaffee. So musst du weniger wegwerfen, falls du mal eine Packung länger offen hast.
- Nutze den Kaffeesatz: Im Januar kannst du deinen Kaffeesatz wunderbar als natürlichen Dünger für deine Zimmerpflanzen nutzen oder ein belebendes Körperpeeling daraus herstellen.
Achte auf die Verpackung: Wir arbeiten ständig daran, unsere Prozesse noch ökologischer zu gestalten, damit du mit gutem Gewissen geniessen kannst.
Entdecke deine neue Lieblingssorte im Bertschi-Shop
Vielleicht ist der Januar auch die Zeit, mal etwas Neues auszuprobieren. Hast du schon einmal einen Kaffee probiert, der speziell für lange Tassen (Café Crème) konzipiert wurde? Unser Gastro King ist ein Klassiker in der Schweizer Gastronomie und jetzt auch für dein Zuhause verfügbar. Er überzeugt durch seine goldbraune Crema und einen runden, harmonischen Körper.
Oder bist du eher der Typ für kräftige, italienische Momente? Dann ist unser Basler Espresso genau das Richtige. Er gibt dir den nötigen Kick, um deine Neujahrsvorsätze mit voller Energie anzugehen.
Der Januar ist die Zeit für Qualität
Lass den Januar nicht einfach an dir vorbeiziehen. Nutze diesen Monat, um innezuhalten, die kalte Luft draussen zu geniessen und dich drinnen mit einer Tasse erstklassigem Kaffee zu verwöhnen. Qualität, Fairness und Tradition – das sind die Zutaten, die jeden Schluck Bertschi-Café zu einem besonderen Erlebnis machen.
Wir laden dich ein, unser Sortiment zu entdecken und den Kaffee zu finden, der deinen Januar perfekt macht. Ob mild, kräftig, bio oder konventionell – bei uns findest du das Handwerk, das man schmeckt.
Bist du bereit für deinen Genussmoment?
Besuche jetzt unseren Online-Shop und lass dich von der Vielfalt unserer Röstungen inspirieren. Welcher Kaffee wird dein Begleiter für das neue Jahr?
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Der Januar ist für uns bei Bertschi-Café immer eine Zeit der Dankbarkeit. Wenn wir in der Rösterei stehen und den Duft der ersten Röstungen des Jahres einatmen, denken wir an die vielen Hände, die dieses Erlebnis möglich machen – von den Bauern in fernen Ländern bis hin zu dir, der unsere Leidenschaft für echten Schweizer Kaffee teilt.
Wir wünschen dir für dieses neue Jahr 2026 nur das Beste: Zeit für die Dinge, die dir wichtig sind, Mut für neue Wege und natürlich unzählige Momente voller Genuss. Möge deine Tasse immer halb voll sein und dein Kaffee genau die Wärme spenden, die du an kalten Wintertagen brauchst.
Wir freuen uns darauf, dich auch in diesem Jahr auf deiner Kaffeereise begleiten zu dürfen. Ob als treuer Stammkunde oder als Neuentdecker unserer Aromenwelt – schön, dass du Teil der Bertschi-Familie bist.

- Allgemein, Kaffeespezialitäten kaufen, Produits
Wenn die erste Kerze auf dem Adventskranz brennt und die Strassen von Birsfelden in festlichem Lichterglanz erstrahlen, wissen wir: Der Dezember ist da. Es ist ein Monat voller Kontraste. Draussen herrscht oft klirrende Kälte, drinnen suchen wir wohlige Wärme. In den Geschäften herrscht Trubel, doch in unseren Herzen sehnen wir uns nach Stille und Besinnlichkeit.
Wir bei Bertschi-Café lieben diesen Monat ganz besonders. Nicht wegen der Hektik des Schenkens, sondern wegen der Momente dazwischen. Der Dezember ist der Monat, in dem das Haus nach selbstgebackenen Guetzli duftet, in dem wir uns Zeit für lange Gespräche nehmen und in dem eine Tasse Kaffee nicht nur ein Wachmacher ist, sondern eine warme Umarmung für die Seele.
In diesem Blogbeitrag möchten wir Sie inspirieren, den Dezember etwas langsamer anzugehen. Wir laden Sie ein, die Magie der kleinen Dinge zu entdecken – sei es durch den besonderen Geschmack unseres Winterkaffees oder durch die Freude, anderen (oder sich selbst) Zeit und Genuss zu schenken.

Ein Wintermärchen in der Tasse: Unser Saison-Kaffee
Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie der Winter schmeckt? Für uns schmeckt er nicht nach Kälte, sondern nach Geborgenheit. Genau dieses Gefühl wollten wir in unserer Rösterei einfangen, als wir unseren diesjährigen Saison-Kaffee Winter kreiert haben.
Kaffee im Dezember muss anderen Ansprüchen genügen als im Hochsommer. Wenn wir von einem Spaziergang am Rhein zurückkommen, die Wangen rot vor Kälte, verlangt der Körper nach etwas Kräftigem, das von innen wärmt. Unser Winterkaffee ist genau dafür gemacht. Er ist das Ergebnis sorgfältiger Handwerkskunst und viel Geduld.
Was macht den Winterkaffee besonders?
Es sind die Nuancen, die zählen. In der kalten Jahreszeit, in der wir oft Süsses wie Lebkuchen, Zimtsterne oder Stollen essen, braucht der Kaffee genügend Körper, um diesen kräftigen Gewürzen standzuhalten. Unser Saison-Kaffee Winter harmoniert perfekt mit diesen festlichen Aromen.
Durch unsere traditionelle Trommelröstung geben wir den Bohnen die Zeit, die sie brauchen, um ihr volles Aroma zu entfalten, während unerwünschte Säuren fast vollständig abgebaut werden. Das macht ihn besonders bekömmlich – eine wichtige Eigenschaft in einem Monat, in dem wir kulinarisch oft etwas mehr schlemmen als sonst.
Stellen Sie sich vor: Es ist Sonntagnachmittag. Draussen wird es schon langsam dunkel, drinnen brennen Kerzen. Sie brühen diesen Kaffee frisch auf. Der Duft, der durch die Wohnung zieht – dunkel, satt und verheissungsvoll – ist der Startschuss für Ihre persönliche Auszeit. Das ist kein Kaffee, den man schnell im Stehen trinkt. Es ist ein Kaffee, der dazu einlädt, sich mit einem guten Buch in den Sessel zu kuscheln und den Moment einfach nur wahrzunehmen.
Die Kunst des Schenkens: Genuss statt « Zeug »
Mit dem Dezember kommt unweigerlich die Frage auf: Was schenke ich meinen Liebsten? Oft lassen wir uns vom Weihnachtsstress anstecken und kaufen Dinge, nur um « etwas zu haben ». Doch in einer Welt, in der wir oft schon alles Materielle besitzen, gewinnt eine andere Währung an Wert: Genuss und gemeinsame Zeit.
Ein Geschenk, das man verbrauchen kann – das man schmecken, riechen und geniessen kann – belastet nicht, es bereichert. Es ist eine Einladung an den Beschenkten, sich eine Pause zu gönnen. Wenn Sie Kaffee verschenken, verschenken Sie eigentlich die Momente, die dieser Kaffee begleitet: Den wachen Start in den Weihnachtsmorgen, das gemütliche Kaffeekränzchen mit der Grossmutter oder den stillen Moment der Reflektion am Jahresende.
Unsere Geschenksets: Mit Liebe zusammengestellt
Weil wir wissen, dass die Vorweihnachtszeit oft hektisch genug ist, haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir Ihnen das Schenken erleichtern können. In unserem Online-Shop finden Sie eine Auswahl an liebevoll kuratierten Geschenksets, die weit mehr sind als nur verpackte Ware.
Wir haben Kombinationen zusammengestellt, die Sinn machen und Freude bereiten. Ob für den puristischen Espresso-Liebhaber, den Fan von sanftem Café Crème oder für diejenigen, die das Besondere suchen – unsere Sets lassen sich perfekt verbinden mit passendem Zubehör oder feinen Süssigkeiten.
Dabei schenken Sie mit Bertschi-Café immer auch ein gutes Gewissen mit. Unsere Philosophie « Bio. Fair. Lokal. » steckt in jedem Päckchen.
- Bio & Fair: Sie zeigen dem Beschenkten, dass Ihnen Qualität und die Herkunft der Produkte wichtig sind. Sie unterstützen damit faire Arbeitsbedingungen in den Anbauländern und ökologische Landwirtschaft.
- Lokal: Sie verschenken ein Stück Schweizer Handwerkstradition aus Birsfelden. Gerade heute, wo so vieles anonym und global ist, hat ein lokales Produkt einen ganz besonderen Charme.
Vielleicht ist ein solches Set auch die perfekte « Kleinigkeit » für die Einladung zum Adventsessen oder als Dankeschön für die Nachbarin, die im Urlaub die Blumen gegossen hat? Genuss verbindet – und Kaffee ist eine Sprache, die fast jeder versteht.

Ein Rezept für festliche Tage: Der « Bertschi Wintertraum »
Damit Sie unseren Winterkaffee in den kommenden Festtagen noch abwechslungsreicher geniessen können, haben wir ein kleines Rezept für Sie vorbereitet. Es ist einfach zuzubereiten, schmeckt aber so festlich, dass es jedes Dessert ersetzen kann.
Sie benötigen:
- 1 grosse Tasse frisch gebrühten Bertschi Saison-Kaffee Winter
- 1 Prise Lebkuchengewürz (oder eine Mischung aus Zimt, Nelken und Piment)
- 1 TL braunen Zucker oder Ahornsirup
- Frisch geschlagener Rahm (Sahne)
- Etwas Orangenabrieb (Bio)
- Kakaopulver zum Bestäuben
Zubereitung:
- Geben Sie das Lebkuchengewürz und den Zucker in die leere Tasse.
- Brühen Sie den heissen Kaffee darüber und rühren Sie um, bis sich der Zucker gelöst hat und das Gewürz seinen Duft verströmt.
- Geben Sie eine grosszügige Haube Schlagrahm auf den Kaffee.
- Reiben Sie etwas frische Orangenschale darüber – die ätherischen Öle der Orange passen hervorragend zu den dunklen Röstnoten des Kaffees.
- Ein Hauch Kakaopulver als Krönung – fertig!
Dieser « Wintertraum » ist der perfekte Begleiter beim Geschenke einpacken oder als Abschluss eines festlichen Weihnachtsessens.
Ein Dankeschön zum Jahresausklang
Der Dezember ist auch die Zeit, um Danke zu sagen. Wir von der Bertschi-Kaffee-Familie blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Wir sind dankbar für Ihre Treue, für die vielen schönen Begegnungen in unserem Fabrikladen und für die Leidenschaft, die Sie für guten Kaffee mit uns teilen.
Wir wünschen Ihnen, dass Sie in den kommenden Wochen nicht in Hektik verfallen, sondern die « stille Zeit » wirklich geniessen können. Gönnen Sie sich Pausen. Atmen Sie durch. Trinken Sie einen guten Kaffee.
Frohe Festtage und einen genussvollen Dezember wünscht Ihnen,
Ihr Team von Bertschi-Café

- Allgemein, Conseils, Responsabilité
Wenn der Sommer sich verabschiedet, das Licht weicher wird und die Blätter in warmen Farben leuchten, beginnt für viele die schönste Zeit des Jahres: der Herbst. Es ist die Jahreszeit des Innehaltens, des Zuhauseseins und des bewussten Geniessens. Der Duft von Regen, Holz und Kürbis liegt in der Luft – und kaum etwas passt besser zu dieser Stimmung als eine frisch gebrühte Tasse Kaffee.
Kaffee und Herbst – das ist eine Liebesgeschichte voller Wärme, Aromen und kleiner Alltagsfreuden. Denn wenn draussen der Wind um die Häuser zieht, verwandelt sich jede Tasse in einen Moment der Geborgenheit.

Der Herbst verändert unseren Kaffeegenuss
Coffee zwischendurch oder als Begleiter auf der Terrasse. Doch im Herbst wird er wieder zum Ritual. Wir nehmen uns Zeit. Der Kaffee dampft in der Tasse, während wir zusehen, wie die Regentropfen über die Scheiben laufen.
Jetzt ist der Moment für kräftigere, vollmundige Röstungen gekommen – für Kaffees, die mit ihrer Wärme und Tiefe perfekt zur kühleren Jahreszeit passen. Viele bevorzugen jetzt Mischungen mit schokoladigen oder nussigen Noten, einer sanften Säure und einer samtigen Crema.
Es ist auch die Zeit, neue Zubereitungsarten zu entdecken: Filterkaffee, French Press oder Aeropress bringen im Herbst besonders harmonische Geschmacksbilder hervor. Und wer experimentierfreudig ist, findet in Gewürzen wie Zimt, Muskat oder Vanille das gewisse Etwas für seine herbstliche Kaffeekreation.
Ein Ritual für die Sinne
Kaffee ist im Herbst mehr als nur ein Wachmacher – er ist ein Erlebnis für alle Sinne.
Das leise Mahlen der Bohnen, das Aufsteigen des duftenden Dampfes, das Gefühl der warmen Tasse in den Händen – all das entschleunigt. In einer Zeit, in der draussen die Natur loslässt, fällt es uns leichter, selbst zur Ruhe zu kommen.
Vielleicht ist es genau das, was den Herbst so besonders macht: Er schenkt uns die Erlaubnis, langsamer zu werden. Und Kaffee wird dabei zum Symbol dieser Ruhe – ein stiller Begleiter, der uns durch neblige Morgen und kühle Abende trägt.
Aromen, die zum Herbst passen
Die Natur liefert im Herbst eine beeindruckende Palette an Aromen, die sich wunderbar mit Kaffee kombinieren lassen.
Von karamellisierter Nuss über Zimt und Vanille bis hin zu Apfel und Kürbis – alles scheint perfekt mit der Bitterkeit und Wärme des Kaffees zu harmonieren.
Einige der schönsten herbstlichen Kombinationen:
● Kaffee mit Zimt & Karamell: Ein Klassiker, der an Apfelkuchen erinnert und jeden Cappuccino in eine kleine Dessertpause verwandelt.

● Kaffee mit Haselnuss: Nussige Noten betonen die Tiefe dunkler Röstungen – besonders lecker mit einem Schuss Haselnusssirup oder einem Stück Nusstorte dazu.

● Kaffee & Schokolade: Eine Verbindung, die nie enttäuscht. Probieren Sie dunkle Schokolade zum Espresso – sie hebt die fruchtigen Noten des Kaffees hervor.

● Kaffee & Kürbis: Wer es experimentell mag, entdeckt mit Kürbispüree und Gewürzen wie Muskat, Ingwer und Nelken den typischen „Pumpkin Spice“-Geschmack.

Solche Kombinationen schaffen eine Verbindung zwischen dem, was die Natur uns im Herbst schenkt, und dem, was in der Tasse dampft.
Kleine Herbstfreuden mit grosser Wirkung
Ein frisch gebrühter Kaffee am Morgen, während draussen Nebel über den Feldern hängt. Ein Cappuccino am Nachmittag, wenn das Licht durch die Blätter fällt. Oder ein kräftiger Espresso nach einem Spaziergang durch das raschelnde Laub.
Diese kleinen Rituale schenken uns Wärme und Struktur in einer Jahreszeit, die ruhiger und kühler wird. Kaffee wird dabei fast zum Anker – ein fester Bestandteil im Wechselspiel der Jahreszeiten.
Rezeptideen für herbstliche Kaffeemomente
Damit der Herbst auch in der Tasse ankommt, haben wir einige Ideen zusammengestellt, wie Sie Ihren Kaffee in dieser Jahreszeit abwechslungsreich geniessen können.
1. Hausgemachter Pumpkin Spice Latte – der Klassiker der Saison
Er ist der Inbegriff des Herbstes: cremig, würzig und duftend nach Zimt und Muskat.
Zutaten für zwei Tassen:
● 2 Espressi oder 200 ml kräftiger Kaffee (z. B. unser Saison-Kaffee Herbst)
● 250 ml Milch oder pfl anzliche Alternative
● 2 EL Kürbispüree
● 1 EL Ahornsirup oder Rohrzucker
● ½ TL Pumpkin-Spice-Gewürz (Zimt, Muskat, Nelke, Ingwer)
● Schlagrahm & Zimt zum Garnieren
Zubereitung: Milch mit Kürbispüree, Gewürz und Sirup erhitzen und aufschäumen. Den Kaffee in Tassen füllen, die Milchmischung darübergiessen, mit Rahm und Zimt toppen – fertig ist der fl üssige Herbst!
2. Haselnuss-Mokka mit dunkler Schokolade
Ein Getränk wie eine Umarmung – kräftig, süsslich, mit einer Spur Eleganz.
Zutaten:
● 1 Espresso (am besten eine schokoladig-nussige Röstung wie der Saison-Kaffee Herbst)
● 150 ml Milch
● 1 TL Kakaopulver
● 1 TL Haselnusssirup
● Etwas geriebene Schokolade
Zubereitung: Milch erhitzen, Kakaopulver und Sirup einrühren, aufschäumen. Espresso in eine Tasse geben, Milch darübergiessen, mit Schokolade bestreuen – fertig ist der perfekte Begleiter für verregnete Nachmittage.
3. Apfel-Zimt-Affogato
Eine herbstliche Interpretation des italienischen Klassikers – einfach, aber unglaublich aromatisch.
Zutaten:
● 1 Kugel Vanille- oder Apfeleis
● 1 heisser Espresso
● 1 Prise Zimt
● Optional: ein Schuss Calvados
Zubereitung: Das Eis in ein Glas geben, mit heissem Espresso übergiessen, mit Zimt bestäuben – ein Dessert und Kaffee in einem.
Der perfekte Herbstmoment
Herbst bedeutet, die kleinen Dinge wieder wertzuschätzen: das Geräusch von knisterndem Laub, das Gefühl warmer Kleidung, der Duft von
Gewürzen. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum Kaffee jetzt eine noch grössere Bedeutung bekommt.
Jede Tasse wird zu einem bewussten Moment. Sie steht für Ruhe, Genuss und ein Stück Geborgenheit – egal, ob allein auf dem Sofa, mit Freunden bei einem Stück Kuchen oder während man an einem verregneten Nachmittag ein Buch liest.
Unser Tipp: Probieren Sie kräftigere Röstungen oder saisonale Kaffees wie den Bertschi Café Saison-Kaffee Herbst – er bringt mit seinen feinen Nuss- und Schokoladennoten genau das Aroma in die Tasse, das den Herbst so besonders macht.
Kaffee und Achtsamkeit – eine Verbindung mit Tiefe
Im hektischen Alltag vergessen wir oft, wie wohltuend kleine Pausen sind. Eine Tasse Kaffee bietet dafür den perfekten Anlass. Wer sich bewusst Zeit für die Zubereitung nimmt, erlebt, wie aus einfachen Handgriffen ein kleines Ritual entsteht: Das Mahlen der Bohnen, das Aufgiessen, das Warten, das erste Aroma in der Luft.
Diese Momente der Ruhe sind es, die uns im Herbst neue Energie geben. Kaffee wird so zur Meditation im Alltag – ein Moment, in dem alles andere für einen Augenblick stillsteht.
Der Herbst in der Tasse
Wenn draussen die Welt in Gold und Braun erstrahlt, ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um den Kaffee neu zu entdecken. Der Herbst lädt uns ein, zu entschleunigen, zu geniessen und uns wieder auf das Wesentliche zu besinnen – auf das Hier und Jetzt, auf eine gute Tasse Kaffee und das Gefühl von Wärme.
Ob mit Zimt, Schokolade, Haselnuss oder einfach pur: Kaffee ist im Herbst mehr als ein Getränk. Er ist ein Begleiter durch die Jahreszeit, ein Trostspender, ein Genussmoment.
Geniessen Sie den Herbst in vollen Zügen – und vielleicht entdecken Sie dabei Ihren ganz persönlichen Lieblingskaffee für die kühle Jahreszeit.

- Allgemein, Conseils, Responsabilité
Wer bei uns in der Rösterei vorbeischaut, entdeckt sie schnell: die typischen Kaffeesäcke aus Jute. Bedruckt mit Logos, Herkunftsangaben und manchmal sogar kleinen Kunstwerken erzählen sie ihre ganz eigene Geschichte – von den Kaffeefarmen in Mittel- oder Südamerika bis hin zu unserer Rösterei in der Schweiz.
Doch was passiert mit diesen Säcken, wenn sie ihren ursprünglichen Zweck – den Transport von Rohkaffee – erfüllt haben? Einfach wegwerfen? Viel zu schade! Denn Jutesäcke sind nicht nur praktisch, sondern auch ein vielseitiger Rohstoff für kreative Projekte und nachhaltige Ideen.

Ein Stück Geschichte im Sack
Die Jutefaser hat eine lange Tradition. Sie stammt aus Indien und Bangladesch, wo sie seit Jahrhunderten angebaut wird. Bereits im 19. Jahrhundert wurden riesige Mengen dieser Naturfaser nach Europa
exportiert. Der Grund: Jute ist robust, atmungsaktiv und biologisch abbaubar – perfekte Eigenschaften, um landwirtschaftliche Produkte wie Getreide oder eben Kaffee zu transportieren.
Noch heute ist der Kaffeesack ein Standardmass im internationalen Handel. Meist fasst er 60 Kilo Rohkaffee, in manchen Regionen auch 69 Kilo. Jeder Sack ist damit nicht nur ein Stück Verpackung, sondern auch Teil einer jahrhundertealten Tradition. Und weil er mit Herkunftsangaben bedruckt ist, trägt er oft eine spannende Botschaft aus der Ferne in sich – fast wie ein Reisepass der Kaffeebohne.

Die besonderen Eigenschaften der Jutesäcke
Wer schon einmal einen Kaffeesack in der Hand hatte, kennt das Gefühl: Der Stoff ist grob gewebt, fast ein wenig kratzig, gleichzeitig aber unglaublich stabil. Diese Struktur hat Vorteile – der Sack ist atmungsaktiv
und verhindert, dass sich beim Transport Feuchtigkeit und Schimmel bilden.
Natürlich hat das Material auch Grenzen. Dauerhafte Nässe mag Jute nicht, und mit Kunststoffen kann sie in Sachen Reissfestigkeit nicht ganz mithalten. Doch gerade ihr natürlicher, rustikaler Charakter macht sie so interessant für die Weiterverwendung. Jeder Aufdruck ist einzigartig, jede Naht ein kleines Detail mit Geschichte.
Was kann man aus Kaffeesäcken machen?
Für Zuhause und die Einrichtung
Viele nutzen Kaffeesäcke als dekoratives Element. Aus einem einzelnen Sack lässt sich ein schöner Wandbehang gestalten, der mit seinen Aufdrucken sofort eine besondere Atmosphäre ins Wohnzimmer oder die Küche bringt. Auch als Tischläufer oder rustikale Tischdecke machen sich die groben Stoffe hervorragend.
Noch spannender wird es, wenn man die Säcke in kleine Projekte verwandelt. Mit ein bisschen Nähgeschick entstehen daraus Kissenhüllen, Sitzkissen oder Bezüge für Hocker. Besonders beliebt sind Upcycling-Taschen – vom robusten Shopper bis hin zum stylischen Rucksack. Jute ist stabil genug, um einiges auszuhalten, und die Drucke verleihen jeder Tasche einen unverwechselbaren Look.

Für den Garten und draussen
Auch im Garten sind Kaffeesäcke praktisch. Viele verwenden sie als Frostschutz für empfi ndliche Pfl anzen. Einfach über den Topf oder Stamm ziehen – und schon ist die Pfl anze besser vor Kälte geschützt. Ausserdem eignen sie sich als Mulchabdeckung oder sogar als Kompostbeutel, da sie luftdurchlässig sind und sich mit der Zeit von selbst zersetzen.
Kreative und künstlerische Ideen
Wer gerne bastelt oder handwerklich arbeitet, fi ndet in den Säcken ein spannendes Ausgangsmaterial. Sie lassen sich in Patchwork-Projekten zu Teppichen oder Wandquilts zusammennähen. Manche bauen daraus Lampenschirme, andere beziehen kleine Möbelstücke. Mit ihrer groben Struktur und den individuellen Aufdrucken sind Kaffeesäcke wahre Hingucker.
Tipps für die Verarbeitung
Bevor man mit dem Upcycling loslegt, lohnt es sich, den Sack gut vorzubereiten. Ein gründliches Ausklopfen oder Ausbürsten entfernt Kaffeereste. Falls nötig, kann man ihn auch mit mildem Reinigungsmittel auswaschen – wichtig ist nur, dass er danach vollständig trocknet.
Beim Zuschneiden empfi ehlt es sich, die Ränder mit Zickzackstich oder Overlock zu vernähen, damit nichts ausfranst. Und wenn der Sack Feuchtigkeit ausgesetzt wird – etwa als Blumentopf – sollte man ein Innenfutter einarbeiten, damit das Material länger hält.

Warum wir unsere Jutesäcke weitergeben
Für uns bei Bertschi Café sind die Jutesäcke mehr als nur Verpackung. Sie sind ein Symbol für Nachhaltigkeit, für die Herkunft unseres Kaffees und für den respektvollen Umgang mit Ressourcen. Statt sie ungenutzt im Lager stapeln zu lassen, möchten wir, dass sie ein zweites Leben bekommen – vielleicht als Tasche, vielleicht als Deko, vielleicht als praktisches Hilfsmittel im Garten.
Jeder Sack ist ein Unikat. Die Aufdrucke erzählen, woher der Kaffee kommt, und geben den Stoffen eine ganz eigene Ästhetik. Wer Lust hat, sich selbst ein Stück dieser Kaffeegeschichte ins Haus zu holen, fi ndet unsere Jutesäcke direkt im Shop: Bertschi Café Jutesack.
Kleine Säcke mit grossem Potenzial
Ein Kaffeesack ist weit mehr als eine einfache Verpackung. Er steht für Tradition, Nachhaltigkeit und kreative Möglichkeiten. Ob als rustikale Tischdeko, als schützender Helfer im Garten oder als Basis für Taschen und Möbelstücke – der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt.
Und genau das macht die Jutesäcke so besonders: Sie verbinden Vergangenheit und Zukunft. Sie haben bereits eine weite Reise hinter sich – und warten nur darauf, bei dir zuhause ein neues Kapitel zu beginnen.

- Allgemein, Bio- und Fairtrade, Responsabilité
Kaffee gehört weltweit zu den beliebtesten Getränken. Doch mit jeder Tasse stellen sich Fragen zur Nachhaltigkeit: Unter welchen Bedingungen wird Kaffee angebaut? Wie fair wird er gehandelt? Wie umweltfreundlich ist die Verpackung? Und wie gross ist die CO₂-Bilanz? Im Folgenden beleuchten wir, wie Kaffee und Nachhaltigkeit zusammenhängen – von der Farm bis zur Tasse – und wie bewusster Genuss möglich ist. Dabei bleiben wir neutral-informativ, nutzen aber Beispiele aus der Praxis, etwa von Bertschi-Café, um konkrete Ansätze aufzuzeigen.

Nachhaltiger Kaffeeanbau: Qualität durch Umweltschutz
Nachhaltigkeit beginnt beim Kaffeeanbau. Konventioneller Kaffeeanbau ist oft mit Monokulturen, Pestiziden und Dünger verbunden, was Böden und Ökosysteme belastet. Ein nachhaltiger Ansatz setzt hingegen auf ökologische Landwirtschaft: Verzicht auf chemische Pestizide und Kunstdünger sowie gentechnisch unverändertes Saatgut. Statt Monokulturen fördert man Mischkulturen und Artenvielfalt. Auf vielen nachhaltigen Kaffeefarmen wachsen neben Kaffeepflanzen auch schattenspendende Bäume wie Bananenstauden oder Papayabäume. Solche Bäume schützen die empfindlichen Kaffeekirschen vor zu viel Sonne und bieten Lebensraum für Insekten – Schädlinge werden so von den Kaffeepflanzen ferngehalten. Die höhere Biodiversität hat noch einen Vorteil: Der Boden ermüdet nicht durch einseitige Bewirtschaftung, neue Anbauflächen müssen nicht ständig erschlossen werden und Wälder werden geschont. Nachhaltiger Anbau kann somit dazu beitragen, Regenwald-Abholzung zu verringern.
Ein Beispiel für strengen ökologischen Anbau ist der Demeter-Kaffee. Demeter-zertifizierte Betriebe müssen entlang der gesamten Produktionskette nach Bio-Richtlinien arbeiten – “nur etwas Bio” reicht hier nicht aus. Synthetische Dünger oder chemische Spritzmittel sind tabu, ebenso gentechnisch verändertes Saatgut. Vielmehr setzt man auf natürliche Kreisläufe, Fruchtfolge und Kompostierung, um die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten. Solch hohe Standards gehen über normale Bio-Labels hinaus und machen Demeter-Produkte zu vertrauenswürdigen Optionen für umweltbewusste Kaffeeliebhaber. Die Mühe lohnt sich: In nachhaltigem Anbau gereifter Kaffee ist nicht nur umweltfreundlicher, er bringt oft auch besondere Aromen hervor. So stammt der Demeter Espresso von Bertschi-Café z.B. aus biodynamischem Anbau in Brasilien und zeichnet sich durch ein mild-süssliches Aroma mit blumigen Noten und einem Hauch von Karamell im Nachgeschmack aus – ein Genuss mit gutem Gewissen.

Fairer Handel: Soziale Nachhaltigkeit im Kaffeehandel
Nachhaltigkeit umfasst auch den fairen Umgang mit Menschen entlang der Lieferkette. Beim traditionellen Kaffeehandel verdienen Kaffeebäuerinnen und -bauern oft sehr wenig für harte körperliche Arbeit. Programme wie Fairtrade setzen hier an: Fairtrade-Kaffee bedeutet, dass die Produzenten zu jeder Zeit fair entlohnt werden. Kleinbauern erhalten Mindestpreise und Prämien, um ein Leben über dem Existenzminimum führen zu können. Dadurch können sie ihre Familien besser versorgen und haben Planungssicherheit. Doch Fairtrade geht noch weiter: Geregelte Arbeitsbedingungen müssen herrschen, ausbeuterische Kinderarbeit ist verboten, Arbeiter dürfen nicht diskriminiert werden und in Plantagen sollen Gewerkschaften bzw. demokratische Kooperativen möglich sein. Fairer Handel bedeutet also soziale Nachhaltigkeit – Menschenrechte und Gerechtigkeit sind zentrale Bestandteile.
Neben Fairtrade etablieren sich auch Direkthandel-Modelle (Direct Trade). Hierbei kaufen Röstereien ihren Rohkaffee direkt bei Kooperativen oder Bauern ein – oft zu besseren Konditionen für die Produzenten und mit voller Transparenz der Lieferkette. Bertschi-Café etwa betreibt seit Jahren Direktimport und betrachtet Fairtrade nicht als Marketing-Trend, sondern aus Überzeugung als festen Bestandteil der Firmenphilosophie. Die Rohkaffees für Fairtrade- und Bio-Sorten werden direkt von Kooperativen in den Anbauländern importiert. Ein respektvoller Umgang mit den Partnern vor Ort und Transparenz gegenüber den Kunden stehen dabei an erster Stelle. Einige Kaffeemischungen lassen sich bis zum Ursprung zurückverfolgen: Auf der Verpackung mancher Bertschi-Café Produkte – etwa beim Indonesia Sugata – befindet sich ein QR-Code, der Einblicke in die Kooperative und den Weg der Bohnen gibt. Solche innovativen Massnahmen verbinden den Kaffeegenuss direkt mit der Geschichte und den Menschen dahinter.
Dass fairer Handel und Qualität Hand in Hand gehen, zeigen ebenfalls Praxisbeispiele. So bietet Bertschi-Café mit dem Espresso Max Havelaar eine Röstung an, die das Fairtrade-Max-Havelaar-Siegel trägt. Dieser Espresso besteht aus erlesenen Arabica- und Robusta-Bohnen verschiedener Herkunft und vereint feine, aber doch intensive Geschmacksnoten – ein Genuss „für alle, die nicht nur an sich selbst denken“, wie es in der Produktbeschreibung heisst. Das zeigt: Immer mehr Verbraucher wünschen sich Kaffee, der nicht auf Kosten anderer produziert wurde. Fair gehandelte und nachhaltig erzeugte Spezialitätenkaffees treffen diesen Nerv und fördern eine positive Entwicklung in den Anbaugebieten.

Umweltfreundliche Verpackung: Mehr als nur eine Hülle
Nicht nur Anbau und Handel, auch die Verpackung von Kaffee spielt für die Nachhaltigkeit eine Rolle. Frisch gerösteter Kaffee wurde früher häufig in einfachen Papiertüten verkauft. Heutzutage kommen meist mehrlagige Verbundverpackungen zum Einsatz, die das Aroma schützen sollen – allerdings bestehen viele herkömmliche Kaffeeverpackungen aus Kunststoff und Aluminiumfolie und sind schwer recycelbar. Nachhaltigkeitsbewusste Röstereien suchen daher nach umweltschonenderen Verpackungslösungen. So setzt Bertschi-Café beispielsweise auf Beutel aus Kraftpapier kombiniert mit einer dünnen PE-Folie, die deutlich umweltfreundlicher und nachhaltiger hergestellt werden als herkömmliche Kaffeeverpackungen. Durch den reduzierten Kunststoffanteil fällt weniger Müll an, und die Verpackung kann leichter entsorgt oder recycelt werden. Wichtig ist zudem, dass trotz nachhaltiger Materialien die Aromadichtheit gewährleistet bleibt – schliesslich soll der Kaffee frisch und wohlschmeckend bei den Kunden ankommen. Einige Hersteller experimentieren auch mit kompostierbaren Bio-Kunststoffen oder recyclingfähigen Monomaterialien, um die Plastikflut einzudämmen.
Ein weiterer Aspekt der Verpackung ist die Information: Auf vielen nachhaltigen Kaffeeprodukten finden sich zertifikatsbezogene Label (z.B. Bio-Siegel, Fairtrade-Logos) und Hinweise für den Verbraucher. Bei Bertschi-Café trägt z.B. der Demeter-Kaffee das Demeter-Logo und das Fairtrade-Gütesiegel, was die hohen Standards in Anbau und Handel auf einen Blick sichtbar macht. Innovative Ideen wie der erwähnte QR-Code auf der Packung des Indonesia Sugata schaffen zusätzliche Transparenz und erzählen die Geschichte hinter dem Produkt. So wird die Verpackung mehr als nur eine Hülle – sie vermittelt auch Werte und Hintergrundwissen.

Die CO₂-Bilanz: Klimafaktor Kaffee
Auch aus Klimaschutz-Sicht lohnt ein Blick auf den Kaffee. Jeder Produktionsschritt – vom Anbau über den Transport bis zum Kochen – verursacht Treibhausgase. Doch wie hoch ist der CO₂-Fussabdruck einer Tasse Kaffee tatsächlich? Studien beziffern ihn zwischen ca. 59 und 100 Gramm CO₂ pro Tasse. Überraschenderweise ist dabei nicht der weite Transport der Bohnen der grösste Posten. Laut Analysen wie einer Untersuchung von Tchibo und Umweltexperten entsteht der Löwenanteil der Emissionen beim Anbau selbst (vor allem durch Düngemittel und Landwirtschaft) sowie bei der Zubereitung der Tasse, also etwa dem Stromverbrauch der Kaffeemaschine. Längere Schiffstransporte fallen demgegenüber weniger ins Gewicht.
Was bedeutet das für die Nachhaltigkeit? Klimafreundlicher Kaffeeanbau deckt sich mit den erwähnten ökologischen Praktiken: Wenn auf energieintensive Kunstdünger verzichtet wird und stattdessen organisch gewirtschaftet wird, sinkt der CO₂-Ausstoss. Einige Kaffeefarmen kompensieren Emissionen durch Aufforstungsprojekte oder setzen auf Agroforstsysteme, die CO₂ im Boden binden. Beim Rösten und Transport können ebenfalls Emissionen reduziert werden – etwa durch energieeffiziente Trommelröster oder den Versand in grösseren Chargen, um Transporte zu optimieren. In der Zubereitungsphase liegt es am Verbraucher: Wer z.B. stromsparende Maschinen verwendet oder den Kaffee von Hand aufbrüht, kann den CO₂-Ausstoss verringern. Nicht zuletzt spielt Verpackung eine Rolle für die Klimabilanz: Leichtere, recyclingfähige Verpackungen (wie oben beschrieben) sparen indirekt Emissionen bei der Herstellung und Entsorgung ein. Die CO₂-Bilanz zeigt also, dass ökologische Verbesserungen entlang der ganzen Wertschöpfungskette nötig sind, um Kaffee klimaverträglicher zu machen – vom Feld bis zur Tasse.
Bewusster Konsum: Was können Kaffeetrinker tun?
Nicht nur Produzenten, auch Konsumenten haben es in der Hand, wie gut Kaffee und Nachhaltigkeit zusammenpassen. Ein wichtiger Hebel ist die Kaufentscheidung: Verbraucher können gezielt Kaffees wählen, die nachhaltig und ethisch verantwortungsvoll produziert wurden. Achten Sie auf Zertifizierungen wie Fairtrade, Bio (z.B. EU-Bio, Bio Suisse) oder Demeter, die garantieren, dass gewisse Umwelt- und Sozialstandards eingehalten wurden. Solche Siegel geben Orientierung im Dschungel der Produkte. Darüber hinaus lohnt es sich, regionale Röster zu unterstützen, die transparente Lieferketten und umweltfreundliche Methoden pflegen. Oft kommunizieren Spezialitätenröstereien – etwa im Blog von Bertschi-Café – offen ihre Philosophie: Fairness, direkte Partnerschaften mit Bauern, nachhaltige Produktion und sorgfältige Veredelung gehören dort zum selbst erklärten Standard. Indem man solche Angebote bevorzugt, fördert man indirekt eine nachhaltigere Kaffeeindustrie.
Auch das eigene Verhalten rund um den Kaffeekonsum kann nachhaltiger gestaltet werden. Zum Beispiel erzeugen Kapselmaschinen oder Einwegbecher unnötigen Müll – umweltbewusste Kaffeetrinker setzen stattdessen auf Mehrweg-Becher und bereiten ihren Kaffee frisch aus Bohnen zu. Der Kaffeesatz muss nicht in den Müll: Er eignet sich hervorragend als Bio-Dünger im Garten oder als Bestandteil von Kompost – ein kleiner Recycling-Beitrag im Alltag. Und wer seinen Kaffeekonsum bewusster gestaltet, vielleicht die ein oder andere Tasse weniger trinkt oder den Milchanteil reduziert (Milchproduktion verursacht ebenfalls CO₂), der verringert ebenfalls seinen ökologischen Fussabdruck. Professoren für Konsumverhalten betonen, dass es auf die Summe vieler kleiner Gewohnheiten ankommt. Jeder Einzelne kann durch einen bewussteren Lebensstil dazu beitragen, den Genuss von Kaffee klimaverträglicher zu machen.

Genuss mit gutem Gewissen
Kaffee & Nachhaltigkeit – das ist kein Widerspruch, sondern eine Aufgabe. Vom Anbau über den Handel bis zur Zubereitung gibt es zahlreiche Stellschrauben, um Kaffee ökologisch und sozial verträglicher zu gestalten. Fairer Handel sorgt dafür, dass die Menschen hinter dem Kaffee fair bezahlt werden und unter guten Bedingungen arbeiten. Ökologischer Anbau schützt Böden, Wasser und Klima, was letztlich auch die Qualität des Kaffees fördert. Umweltfreundliche Verpackungen reduzieren Müll und vermitteln Transparenz. Und bewusste Konsumentenentscheidungen schaffen Nachfrage nach nachhaltigen Produkten, was die Branche zum Umdenken motiviert.
Die Erfahrung zeigt: Wo es früher oft hiess “Hauptsache, der Kaffee schmeckt”, rückt heute Nachhaltigkeit als Qualitätsmerkmal in den Vordergrund. Röstereien wie Bertschi-Café haben das früh erkannt und setzen konsequent auf Bio- und Fairtrade-Kaffees, direkten Handel und Verantwortung – aus echter Überzeugung. So können Kaffeeliebhaber ihren Lieblingsdrink mit einem guten Gewissen geniessen.
Am Ende passt Kaffee zu Nachhaltigkeit, wenn alle Beteiligten ihren Teil beitragen: Die Bauern durch umweltfreundlichen Anbau, die Händler durch faire Geschäftsmodelle, die Röster durch innovative Lösungen und die Konsumenten durch kluge Entscheidungen. Dann wird aus der kleinen Bohne etwas Grosses – nämlich ein Genuss, der Mensch und Umwelt gleichermassen zugutekommt. Nachhaltiger Kaffee ist möglich – und er schmeckt doppelt gut, weil er Wertschätzung in jeder Hinsicht verkörpert.
