Es ist früh am Morgen irgendwo in den Hochlagen von Honduras. Die Luft riecht nach feuchter Erde und reifen Kaffeekirschen. Die Sonne bricht gerade über die Bergkuppen. Und da steht Cédric Reber, CEO von Bertschi Café, zwischen den Kaffeepflanzen. Nicht in einem Meetingraum, nicht vor einer Präsentation, sondern direkt auf der Plantage. Neben ihm: die Bauern, denen diese Kaffeepflanzen gehören.

Letzte Woche war Cédric Reber genau dort. Er hat die Hände in die Erde getaucht, hat zugehört, gefragt, gelernt. Er hat die Menschen kennengelernt, die dafür sorgen, dass Ihre Tasse am Morgen nicht einfach nach «Kaffee» schmeckt, sondern nach diesem Kaffee, dieser Plantage, diesem Boden.
Diese Reise ist kein Marketing-Manöver. Sie ist die Grundlage dafür, was wir bei Bertschi Café seit jeher als Direktimport verstehen.
Was «Direktimport» heute oft bedeutet – und was nicht
Der Begriff «Direktimport» klingt klar. Ist er aber nicht, zumindest nicht in der Kaffeewelt.
Im herkömmlichen Kaffeehandel ist die Lieferkette lang: Der Bauer verkauft seine Ernte an einen lokalen Aufkäufer. Der verkauft an einen Exporteur im Ursprungsland. Dieser liefert an einen Importeur in Europa. Der Importeur verkauft an die Rösterei. Erst dann landet der Kaffee in Ihrer Tasse. Jede Stufe nimmt ihre Marge und am Ende der Kette verdienen oft ausgerechnet jene am wenigsten, die am Anfang standen: die Bauern.
Viele Röstereien und Kaffeehändler kommunizieren heute «Direktimport» oder «Direct Trade». Was das im Einzelfall tatsächlich bedeutet, ist jedoch kaum überprüfbar. Manche beziehen den Kaffee von einem europäischen Importeur, der ihn selbst bei einer Kooperative eingekauft hat, und nennen das dennoch «direkt».
Das ist nicht gelogen, aber es ist auch nicht das, was das Wort eigentlich verspricht.

Echter Direktimport bedeutet:
- Die Rösterei kauft direkt bei der Farm oder der Kooperative, ohne Zwischenhändler
- Es besteht eine persönliche, dauerhafte Beziehung zu den Produzenten
- Die Einkaufspreise liegen deutlich über dem Weltmarktpreis, weil keine Margen durch Mittelsmänner anfallen
- Röster und Bauern arbeiten gemeinsam an Qualität, Anbaumethoden und fairen Lebensbedingungen
- Der Weg der Bohne ist von Anfang bis Ende transparent und nachvollziehbar
Das ist das Modell, das Bertschi Café lebt. Nicht nur als Zertifikat auf einer Packung. Sondern als Handschlag auf einer Plantage in Honduras.
Honduras: Wo aussergewöhnlicher Kaffee wächst
Honduras ist heute der viertgrösste Arabica-Produzent der Welt, und eines der aufregendsten Kaffeeländer überhaupt. Das liegt nicht an Masse, sondern an Qualität.
Zwischen 1.000 und 2.000 Metern über Meer gedeihen hier die Arabica-Pflanzen in vulkanischen, nährstoffreichen Böden, mit gemässigt tropischem Klima und ausreichend Niederschlag. In den drei grossen Anbauregionen Copan im Nordwesten, Montecillos-Marcala im Südwesten und Agalta im Landesinneren, entstehen Bohnen mit ganz unterschiedlichen Charakteren:
- Marcala: Fruchtig, schokoladig, dezent süss, vollmundig, kräftig
- Copan: Mittelkräftig, frische Aromen, feine Säure, süsslich
- Agalta: Nussig, mittlerer bis kräftiger Körper, angenehmer Nachgeschmack
Was den honduranischen Kaffee zusätzlich auszeichnet: Die Kultivierung erfolgt traditionell weitgehend ohne Chemikalien. Ein Wert, der zu unserer Überzeugung bei Bertschi Café passt: Bio und Fairtrade nicht als Floskel, sondern als Haltung.
Cédric Reber auf der Plantage – was er dort gelernt hat
Cédric Reber ist nicht nach Honduras gereist, um einen Liefervertrag zu unterzeichnen. Er ist gefahren, um zuzuhören.
Er hat mit den Bauernfamilien gesprochen. Hat erfahren, welche Herausforderungen sie beschäftigen: Klimaveränderungen, die die Erntezeiten verschieben. Preisschwankungen auf dem Weltmarkt, die eine verlässliche Planung nahezu unmöglich machen. Und den Stolz, den sie auf ihren Kaffee haben, einen Stolz, der sich in jeder sorgfältig gepflückten Kaffeekirsche widerspiegelt.
Diese Gespräche verändern etwas. Sie verändern, wie wir den Kaffee rösten, mit dem Wissen, was in seine Entstehung geflossen ist. Sie verändern, wie wir über Preise sprechen: denn wer die Gesichter hinter der Ernte kennt, kann nicht gleichgültig gegenüber ihrer Vergütung sein. Und sie verändern, was in Ihrer Tasse landet: kein anonymes Rohprodukt, sondern ein Kaffee mit Geschichte, mit Charakter, mit Heimat.

Warum das für Sie als Kundin und Kunde zählt
Bei Bertschi Café war Direktimport schon immer mehr als ein Wort. Seit 1932 steht unser Name für Handwerk, Qualität und die Überzeugung, dass guter Kaffee faire Bedingungen braucht. Vom Anbau bis zur schonenden Trommelröstung in Birsfelden. Wenn Sie eine Tasse Bertschi-Kaffee trinken, können Sie sicher sein:
- Keine anonyme Handelskette: Cédric Reber kennt die Plantage. Persönlich.
- Faire Preise: Die Bauern werden angemessen entlohnt, weil kein Zwischenhändler die Marge einkassiert.
- Echte Transparenz: Wir wissen, wo jede Bohne herkommt und unter welchen Bedingungen sie geerntet wurde.
- Aussergewöhnliche Qualität: Direktbeziehungen ermöglichen es uns, gemeinsam mit den Produzenten an der Rohbohnenqualität zu arbeiten Zum Vorteil jedes einzelnen Schlucks.
Das ist es, was «direkt heisst direkt» bei Bertschi Café bedeutet.





