Die Nachfrage nach Bio steigt und die Konsumenten legen immer mehr Wert auf echte und natürliche Lebensmittel. Was biologischer Anbau beim Kaffee bedeutet, erzählen wir Ihnen in unserem heutigen Blogbeitrag – eine kurze Übersicht über ein interessantes Thema.

Steht Bio drauf, ist Bio drin

„Bio“ und „Öko“ ist bei Lebensmitteln ein geschützter Begriff. Um ein offizielles Bio-Siegel verwenden zu dürfen, müssen klare gesetzliche Vorgaben erfüllt werden. Nur wer transparent die vorgegebenen Kriterien einhält und sich regelmässig auf deren Einhaltung kontrollieren lässt, darf das entsprechende Bio-Siegel verwenden.

Bei Bertschi-Café vertrauen wir den Richtlinien von Bio Suisse, EU-Bio und ganz aktuell der von Demeter. Wer beim Kauf von biologisch hergestellten Produkten sicher sein möchte, dass er auch biologisch hergestellte Produkte bekommt, der achtet auf die staatlichen Bio-Siegel und diejenigen von anerkannten unabhängigen Bio-Verbänden. Denn nur grosse und gut vernetzte Organisationen können bei einem globalen Produkt wie Kaffee die weltweite Einhaltung der definierten Standards kontrollieren.

Dabei ist es wichtig zu wissen: Das Bio-Label konzentriert sich auf die Umwelt-Aspekte beim Anbau und der Verarbeitung. Soziale und wirtschaftliche Aspekte spielen bei der Vergabe der Siegel keine Rolle. Wer sicher sein will, dass sein Kaffee auch unter fairen Bedingungen hergestellt und gehandelt wurde, sollte zusätzlich auf das Fairtrade-Siegel von Max Havelaar achten.

Obwohl die verschiedenen Bio-Verbände und Organisationen unterschiedliche Ansätze und Kriterien verfolgen – in einem ist man sich einig: Die wichtigsten Merkmale von Bio-Kaffee sind ein naturnaher Anbau und eine schonende Verarbeitung ohne Schadstoffe.

Umweltgerecht angebaut

Die Kaffeepflanze war ursprünglich eine Waldpflanze und wurde, als der Kaffee sich in Europa verbreitete, in Mischkulturen rund um den Globus kultiviert. Um der stetig steigenden Nachfrage nach Kaffee gerecht zu werden, ist man schon früh dazu übergegangen, Kaffee auf riesigen Plantagen zu industrialisieren. Das Abholzen der Wälder und der massive Einsatz von Pestiziden blieb dabei nicht ohne negative Auswirkungen für die Umwelt und die Menschen in den Anbaugebieten.

Bio verfolgt das Prinzip des traditionellen Kaffeeanbaus. Im Gegensatz zu industrialisierten Monokulturen wachsen in Mischkulturen Kaffeesträucher zusammen mit Nutzbäumen wie Avocado-, Grapefruit- oder Bananenbäumen. Die Aufgabe dieser grossen Bäume ist der Schutz der Kaffeepflanzen vor zu viel Sonne und zu heftigen Niederschlägen. Zugleich ist das Geld, das durch den Verkauf der Früchte erwirtschaftet wird für die Familien der Kaffeebauern ein willkommenes Einkommen.

Auch für die Vitalität des Bodens sind die Bäume wichtig. Durch die Wurzeln lockert sich der Boden auf und die Durchlüftung verbessert sich. Das lässt ihn besser Wasser speichern und schützt ihn zugleich vor Erosion. Die dichten Blätterkronen reduzieren zudem die Verdunstung und sorgen für das richtige Wohlfühlklima für die sensiblen Kaffeepflanzen. Daneben sind herabfallende Blätter und Blüten ein natürlicher Dünger und Nahrung für zahlreiche nützliche Insekten.

Ohne Schadstoffe

Im biologischen Anbau wird konsequent auf synthetischen Dünger, Pestizide und Fungizide verzichtet und Wachstumsregulatoren oder Gentechnik ist generell verboten. Düngen dürfen die

Bauern ausschliesslich natürlich, wie z.B. mit den Resten der verarbeiteten Kaffeekirschen. Dieser natürliche Dünger wirkt sich zudem nicht negativ auf die Gesundheit und die Umwelt der dort beheimateten Menschen aus.

In intakten Mischkulturen findet die Schädlingsbekämpfung auf natürlichem Wege statt. Die Pflanzen schützen sich teilweise gegenseitig vor Schädlingen und bieten einer Vielfalt von nützlichen Insekten, Vögeln und anderen Tieren eine Heimat. Neue Studien zeigen auf, dass Mischkulturen eine Artenvielfalt aufweisen können, die denen der ursprünglichen Bergregenwälder kaum nachsteht.

La Florida – Peru / biologischer Anbau

 

Schonend verarbeitet

Ein Bio-Label bedeutet nicht nur ein umweltgerechter Anbau ohne Schadstoffe, sondern auch schonende Verarbeitung. Damit Sie sicher sein können, dass in jeder Packung 100% aromatischer Bio-Kaffee drin ist, trennen wir diesen strikt von den anderen Kaffeesorten und lagern und verarbeiten ihn separat.

Bei Bertschi-Café rösten wir in handwerklicher Tradition in der schonenden Trommelröstung. Im Gegensatz zur schnellen industriellen Röstung erhitzen wir den Rohkaffee sachte und rösten ihn gleichmässig durch. So bekommt er Zeit, sein Aroma zu entwickeln und die natürlichen Säuren abzubauen. Ausser viel Wärme und Leidenschaft verwenden wir absolut keine Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker.

Mit dem nötigen Vertrauen

Bei Bertschi-Café stammen alle Kaffees aus traditionellen Mischkulturen. Aber nicht alle Kaffeesorten tragen das Bio-Siegel. Denn für die Beteiligten in der Wertschöpfungskette – vom Kaffeebauern, Transporteur bis zu uns als Rösterei – ist eine gültige Bio-Zertifizierung Pflicht.

Nicht alle von unseren Kaffeebauern und kleinen Kooperativen können sich die Zertifizierung und Kontrollen leisten. Aber das ist für uns kein Grund, ihre gute Kaffeequalität nicht zu kaufen. Gerade Qualität ist ein entscheidendes Argument und dies hat in unserer Rösterei den selben Stellenwert wie unser nachhaltiges, soziales und ökologische Engagement.

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Fairtrade und Bio ist unser Engagement und unsere Überzeugung. Den ausgewählten Rohkaffee für unser Fairtrade- und Bio-Sortiment importieren wir direkt von den Kooperativen aus den Anbauländern. Fairer und respektvoller Umgang mit unseren Kaffee-Partner, Mitarbeiter und Transparenz zu unseren Kunden stehen für uns an erster Stelle.

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