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Newsletter 01/08 Nach zwei Monaten in der Schweiz ist mein Auftrag neu definiert: Ich darf als «Bertschi- Mann vor Ort» auch verschiedene Kaffee-Produzenten in Chiapas besuchen. Eine verlockende Aufgabe, auch wenn die Distanzen in Mexico Probleme aufgeben…
Newsletter 09/07 Seit Wochen regnet es an der Küste und in den angrenzenden Bergen des Istmo. Die Hurricans über der Karibik bis zum Golf von Mexico, sowie die «Ondas Tropicales» 28 bis 34, beglücken das Land mit mehr oder weniger heftigen Regengüssen. Was für die Landwirtschaft ein Segen, ist für uns ein Debakel: keine Gäste und auch nicht die Chance, die freie Zeit für eine Reise ins UCIRI-Land zu nutzen. Die Wege sind für ein normales Auto nicht passierbar. Aber wie immer in Mexico kommt alles anders...
Newsletter 08/07 Das Gebiet der UCIRI umfasst etwa ein Viertel der Fläche der Schweiz. Dabei sind bestenfalls 5 Prozent des Strassennetzes asphaltiert. Mehr oder weniger gute Schotterpisten verbinden die wichtigeren Dörfer miteinander, und jedesmal staune ich, in welch entlegene Winkel die Busse ihre Passagiere befördern. «Bis San Jose del Paraiso solltest du es mit deinem Auto schaffen», hatte man mir gesagt, und so machten wir uns fröhlich auf die Reise ins Paradies.
Newsletter 07/07 Seit mehr als einem halben Jahr reise ich mit meiner Familie von Ixtepec in die Bergdörfer. Aus ersten misstrauischen Begegnungen entstanden zarte Bande von Freundschaft. Menschen aus den Bergen kamen uns hier an der Küste besuchen, und dabei wuchs das Vertrauen. Ein an sich schöner Prozess, aber dank dieses Vertrauens sollte ich auch vermehrt die Schattenseiten des UCIRI-Alltags kennen lernen.
Newsletter 06/07 Einmal mehr reisen wir in die Berge. Der Kaffee ist gepflückt, lagert fertig abgepackt in Säcken in der Bodega in Lachivizaa und gibt mir momentan wenig Stoff für eine Geschichte. Vielmehr reizen mich die Menschen hinter UCIRI – die einfachen Campesino- und Handwerkerfamilien mit ihren Alltagssorgen und -freuden.
Newsletter 05/07 Santa Maria Guienagati ist so etwas wie das Herz von UCIRI-Land. Hier teilen sich die Wege nach Guevea de Humboldt hoch in die Berge, oder über Lachiguiri wieder talwärts nach Jalapa de Marquez.
Newsletter 04/07 Anfang März beginnt die Kaffeeernte in den Bergen. Bis Mitte Mai werden die Bohnen von Hand gelesen und oft über weite Wege zu Fuss oder mit Maultieren zur nächsten Sammelstelle gebracht.
Newsletter 03/07 Dass die UCIRI etwas mehr ist als eine reine Kaffeebauerngenossenschaft, habe ich in den letzten Newslettern bereits erwähnt. Dennoch war mein Erstaunen riesig, in dieser einsamen armen Gegend auf ein kulturelles Highlight zu stossen, dass Kulturstädten wie Oaxaca oder Queretaro gut anstehen würde.
Newsletter 02/07 Über den Ursprung, die Ideen und Visionen der UCIRI habe ich schon Unmengen gelesen, diskutiert und auch geschrieben. Jetzt sollte es endlich wieder einmal ins Herzen von UCIRI-Land gehen. Eine Fahrt durch endlose Täler, über karge Hügel und durch winzige Dörfer, derer einziger Reichtum noch immer die Kinderscharen sind…
Newsletter 01/07 Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird in der Hügelregion des Istmo de Tehuantepec Kaffee angebaut. Der Grossteil der Kaffeepflanzungen befinden sich auf 800 bis 1200 Metern über Meer. Da in den Bergen sowohl ausgebaute Wege wie auch Lasttiere fehlten, verkauften die Pflanzer den Kaffee als getrocknete Kirsche, sehr selten auch als Bohne, da sie keine Geräte zum Schälen hatten. Verkauft – oder vielmehr getauscht – wurde der Kaffee an Händler, die mit Lasttieren aus Ixtepec oder Ixtaltepec kamen. Kleider, Salz, Zucker, Zement und andere Dinge tauschten die Hand, allerdings immer zum Vorteil der Händler…
Newsletter 12/06 Um den Wert einer Organisation wie die UCIRI – Union Comunidades Indigenas de la Region del Istmo (Vereinigung indigener Gemeinden der Isthmusregion) zu bemessen, bedarf es gewisser Vorkenntnisse über Geschichte, Politik, soziale Strukturen und Gepflogenheiten im Distrikt Oaxaca, insbesondere aber in der Region des Isthmus.
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