Fairtrade – beliebter denn je!

Am 12. Mai 2018 ist der internationale Tag des Fairetrade. Ein guter Zeitpunkt, um Ihnen in unserem heutigen Artikel mehr über den nachhaltigen Erfolg von fairem Handel in der Schweiz zu erzählen und Ihr persönliches Engagement zu würdigen. Anlässlich dazu gewähren wir vom Mittwoch 09. Mai bis am Sonntag, 13. Mai 2018 10% auf unseren Fairtrade Sombrero Classico Café!

Besuchen Sie uns zudem am Samstag, 12. Mai 2018 im Birsfelder Zentrum und geniessen Sie unseren feinen Kaffee, welcher direkt vor Ort mit unserem Röstmobil geröstet wird.

Von Anfang an dabei

Logo Max Havelaar

„Max Havelaar“ ist die Hauptfigur eines Romans von Eduard Douwes Dekker. Er schrieb schon 1860 über die Missstände in den ostasiatischen Kolonien. Es lag also nahe, dass 1988 bei der Gründung der ersten Fairtrade-Organisation in den Niederlanden dieser Name gewählt wurde. In der Schweiz, den Niederlanden und in Frankreich haben die nationalen Siegelorganisationen den Namen Max Havelaar beibehalten.

Über 25 Jahre haben wir erlebt, wie der faire Handel sich wandelt. Als erster Lizenznehmer der „Max Havelaar Stiftung (Schweiz)“ ist Bertschi-Café bereits seit 1992 dabei. War fairer Handel am Anfang nur ein Thema für Weltverbesserer, findet er heute eine wachsende Akzeptanz in der Bevölkerung. Wir Schweizer gaben 2016 durchschnittlich rund 80 Franken für Fairtrade-Produkte aus – Tendenz steigend! Kaffeegeniesser können inzwischen aus 117 verschiedenen fair gehandelten Kaffeesorten wählen.

Verantwortungsbewusste Kunden sind bereit, für fair gehandelte Produkte auch etwas mehr auszugeben. Dafür möchten sie im Gegenzug wissen, woher die Produkte kommen, wie diese hergestellt werden und wie „fair“ diese wirklich sind. Denn die wenigsten von uns können sich einen umfassenden Eindruck von den Lebens- und Produktionsbedingungen in den Anbauländern verschaffen und müssen den Informationen der Labels vertrauen.

Fairer Handel – was ist das?

Beim Begriff „Fairtrade“ oder eben „fairer Handel“ gibt es keinen gesetzlich verbindenden Standard. Die verschiedenen Gütesiegel definieren unterschiedliche Methoden, Schwerpunkte und Kriterien für Faretrade. Was sich im Einzelnen dahinter verbirgt, variiert je nach Gütesiegel. Sehr vereinfacht gesagt ist der Gedanke hinter fairem Handel der folgende: alle Handelspartner sollen von ihrer Arbeit menschenwürdig leben können.

Ein sicheres Zeichen

Das wohl bekannteste Fairtrade-Siegel ist das von Fairtrade International (FLO) entwickelte Siegel. Mit dem Siegel können nur Produkte ausgezeichnet werden, nicht aber Unternehmen oder Hersteller.

Lebensmittel tragen in der Schweiz das Fairtrade-Siegel

Das Wort „Fairtrade“ ist – im Gegensatz zu „Fair-Trade oder fairem Handel“ markenrechtlich geschützt und darf nur mit dem entsprechend gültigen Verträgen und Lizenzen verwendet werden.

Um das Fairtrade-Siegel zu verwenden und von der breiten Akzeptanz zu profitieren, sind Händler und Hersteller verpflichtet, die Kriterien von Fairtrade genau einzuhalten. Die wichtigsten Kernpunkte bilden dabei die Regelung zur Zahlung von Fairtrade-Mindestpreis und -Prämie sowie Vorfinanzierung und Beschaffungsplan.

Keine einfache Rechnung

La Florida Fairtrade Kooperative

Fairer Handel ist nicht einfach ein System, das den definierten Preis an die Kaffeebauern weiterleitet und fertig. Es ist eine komplexe Organisation, die sich bemüht, an vielen Orten gleichzeitig einen gerechteren und transparenten Handel zu etablieren. Fairtrade-Organisationen bieten zudem weitere Vorteile, die Kaffeebauern und Kooperativen zu unterstützen.

Zum Beispiel Prämien für Investitionen in die Gesundheitsversorgung, in Umweltmassnahmen, in Schulen, Ausbildung und Weiterbildung sowie eine verbesserte Kreditvergabe oder Vorfinanzierung landwirtschaftlicher Maschinen und vieles mehr. Dabei entscheiden die Kaffeebauern eigenständig und demokratisch, in welche Projekte und Ziele investiert werden soll.

Das Geld gibt es nicht automatisch

Um ihren Kaffee fair zu handeln, müssen sich die Kooperativen der Kaffeebauern bei einer Fairtrade-Organisation bewerben und festgelegte soziale und ökologische Kriterien erfüllen. Eine Umstellung auf die geforderten Kriterien dauert Jahre und ist für die Kaffeebauern nicht kostenlos. Dabei sind sie aber nicht auf sich allein gestellt. Auf dem Weg zur Zertifizierung werden sie begleitet, beraten und schlussendlich natürlich auch kontrolliert.

  • Soziale Kriterien: Förderung demokratischer Gemeinschaften und gewerkschaftlicher Organisationen, geregelte Arbeitsbedingungen und Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit sowie Diskriminierung.
  • Ökologische Kriterien: Förderung von umweltschonendem Anbau und Schutz natürlicher Ressourcen. Verbot gefährlicher Pestizide sowie von gentechnisch verändertem Saatgut.

Fairtrade heisst nicht unbedingt auch Bio

Fairtrade-Siegel sind mehr Sozialsiegel als Umweltsiegel, obwohl fairer Handel auch Umweltaspekte beinhaltet, um nachhaltige Erträge zu steigern und stabil zu halten.

So sehen Fairtrade-Kriterien vor, verantwortungsvoll mit natürlichen Ressourcen umzugehen, weniger Müll zu produzieren, erneuerbare Energien einzusetzen, weniger Pestizide zu verwenden und Produzenten im Umweltschutz zu schulen — jedoch nicht in dem Ausmass wie reine Bio-Siegel.

Biologischer Anbau und die einhergehende Verbesserung der Qualität wird in der Regel gefördert und entsprechend mit Prämien belohnt. So tragen rund 80% des Kaffees aus dem fairen Handel gleichzeitig auch ein Bio-Gütesiegel.

Es braucht Zeit

Fairer Handel ist komplex und sehr von politischen und wirtschaftlichen Bedingungen abhängig. Wie jedes System ist fairer Handel natürlich auch Kritik ausgesetzt. Niemand kann behaupten, dass dieses System perfekt ist und alle Probleme lösen kann.

Aber es wird daran gearbeitet und das ist allemal besser, als nichts zu tun. Fairen Handel sehen wir als Anfang, um unsere Welt etwas gerechter und nachhaltiger zu machen – denn wir haben nur diese eine.

Was sagt Jürg Reber, Inhaber und Geschäftsführer von Bertschi-Café zum Thema Fairtrade?

Jürg Reber, Geschäftsführer

Fairtrade bedeutet für uns, zu unseren Kaffeebauern ein partnerschaftliches, faires, respektvolle und transparentes Verhältnis zu pflegen. Nur so hat man die Voraussetzungen für einen erfolgreichen und nachhaltigen Wachstum. Deshalb steht Fairness auch im Fokus beim Anbau von Kaffee, bei der Verarbeitung sowie beim Handel.

Besuchen Sie uns in Birsfelden am Samstag, 12. Mai 2018!

Am kommenden Samstag, 12. Mai 2018 sind wir – anlässlich des internationalen Tag des Fairtrades – von 10:00 bis 14:00 Uhr im Zentrum von Birsfelden anzutreffen. Besuchen Sie uns!

Gerne servieren wir Ihnen unseren beliebten Bertschi-Café, den wir liebevoll und frisch mit unserem Röstmobil für Sie rösten und zubereiten. Schauen Sie uns über die Schulter und staunen Sie! Mehr über diese Veranstaltung erfahren Sie laufend in unserer Facebook-Veranstaltung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Share on FacebookTweet about this on TwitterGoogle+Pin on PinterestShare on LinkedIn